
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.
National, International, Transnational
Die öffentliche Forschungsförderung wird in den westlichen Industriestaaten zunehmend als wichtig für die Forschungslandschaft und die Wirtschaft also den Standort insgesamt angesehen. Umgesetzt werden diese Ziele in der Regel mit nationalen Förderprogrammen, die die Rahmenbedingungen für Inhalte und finanzielle Ausstattung vorgeben.
Neben der nationalen Forschungsförderung stellt die Europäische Union in ihren Forschungsrahmenprogrammen erhebliche Mittel für europäische Kooperations-projekte zur Verfügung und gibt damit wichtige Impulse für die Weiter-entwicklung der EU als Standort für Forschung und Entwicklung. Im 7. Rahmenprogramm wird es auch für den Bereich Verkehr (inklusive Luftverkehr) einen Anstieg der Fördermittel geben. Im Jahr 2007 stellen drei General-direktionen der Europäischen Kommission insgesamt etwa 270 Mio. EUR für die Förderung von EU Projekten zur Verfügung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) stellt in seinem Programm "Mobilität und Verkehr" für Deutschland im gleichen Zeitraum 50 Mio. EUR bereit.
Als Teil der nationalen und europäischen Förderung ist seit einiger Zeit ein zunehmender Bedarf für die Zusammenarbeit von nationalen Programmen zu verzeichnen, da das Europäische Programm für gezielte Kooperationen einer Auswahl von Ländern nicht den geeigneten Rahmen bieten kann. Zielrichtung so genannter transnationaler Programme ist es, Entwicklungen aus den nationalen Programmen aufzugreifen und durch gezielte Zusammenarbeit, zum einen die Güte der Forschung zu steigern sowie die verfügbaren Mittel effizienter einzusetzen.
Neben Aktivitäten im Bereich von EUREKA, einer Plattform zur Bildung und Förderung singulärer Kooperationsprojekte, hat sich Deutschland vor allem in der bilateralen Zusammenarbeit DEUFRAKO mit dem Verkehrsforschungs-programm von Frankreich engagiert. Eine erste gemeinsame Ausschreibung im Jahre 2002 im Themenfeld Güterverkehr lieferte wichtige Erkenntnisse für die weitere Internationalisierung der nationalen Forschungsaktivitäten.
Die Zusammenarbeit der Verantwortlichen für die nationalen Forschungs-programme in ganz Europa wird seit 2004 durch ERA-NET TRANSPORT (ENT) forciert. ENT ist ein Zusammenschluß der nationalen FuE Förderprogramme in Europa und wird von der Europäischen Kommission finanziert. Ziel ist es auch hier durch Informationsaustausch, Koordination und wo sinnvoll Kooperation, die nationalen Förderaktivitäten gemeinsam effizienter zu gestalten. ENT begleitete die Ausschreibung Intelligente Logistik und ermöglichte damit eine Kooperation zwischen dem deutschen BMWi und dem österreichischen Bundes-ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Zum Einsendeschluss am 15.12.2006 waren von den weit über 100 eingegangenen Projektideen insgesamt 11 Projektvorschläge von deutsch-österreichischen Konsortien eingereicht worden.
Die Strukturen der Forschungsförderung verändern sich. Nationale Forschungsprogramme öffnen sich stärker für internationale Kooperationen. Zukünftig wird es neben den rein nationalen und den europäischen Förder-programmen zunehmend transnationale – also von wenigen, wechselnden EU Mitgliedsländern – organisierte Forschungsinitiativen geben. Der TÜV Rheinland trägt durch die Koordination von ERA-NET TRANSPORT erfolgreich zur Gestaltung des europäischen Forschungs-raumes bei.
Magnus Lamp / Oliver Althoff