SET Level 4to5 – Simulationsbasiertes Entwickeln und Testen von Level 4 und 5 Systemen

Laufzeit

03.2019 bis 02.2022

Fördermittel

16.492.117,28 €

Federführer

  • Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raum-fahrt e.V.

Projektinhalt

Die Automatisierung von Fahrzeugen in Kombination mit der Einführung vernetzter Fahrzeugfunktionen bietet ein hohes Potenzial zur Reduktion von Unfallzahlen und zur Erhöhung der Insassensicherheit. Zudem wird erwartet, dass u.a. durch die Möglichkeit Fahrstrategien besser umzusetzen und die Verkehrsinfrastrukturen verbessert auszunutzen, die Effizienz im Straßenverkehr gesteigert werden kann. Für den urbanen Raum gilt dies insbesondere für automatisierte Fahrzeuge der Level 4 und 5. Die Funktionskonzeption und -entwicklung für automatisierte Fahrzeuge ist in den vergangenen Jahren weit fortgeschritten, so dass heute bereits für verschiedene verkehrliche Situationen automatisierte Fahrzeugfunktionen demonstriert werden können. Die reine Demonstration ist für eine Freigabe und Zulassung dieser Fahrzeuge jedoch nicht hinreichend, so dass u.a. im Forschungsprojekt PEGASUS das Testen automatisierter Fahrzeugfunktionen für Autobahnfahrten (Level 3) im Mittelpunkt steht. Zur Beschleunigung und zur Realisierung von Testverfahren für komplexere Fahrzeugfunktionen können zukünftig insbesondere simulationsbasierte Methoden und Werkzeuge einen effizienten Beitrag liefern.

SET Level 4to5 hat zum Ziel, das simulationsbasierte Entwickeln und Testen von automatisierten Level 4 und 5 Fahrzeugen für urbane Räume voran zu bringen, um so eine wichtige Basis für die Verifikation und Validierung sowie spätere Freigabe und Zulassung dieser Fahrzeugsysteme zu legen. Simulationen sind im Bereich des Testens ein adäquates Mittel, um eine kostengünstige Beschleunigung des Gesamtentwicklungsprozesses zu erreichen. Das Projekt SET Level 4to5 knüpft dabei unmittelbar an die Ergebnisse des Forschungsprojektes PEGASUS an, welches auf das Testen von automatisierten Fahrfunktionen des Levels 3 auf Autobahnen fokussiert.

Aufbauend auf einer Funktions- und Bedarfsanalyse werden zunächst klare Simulationsziele auf Basis der abzudeckenden innerstädtischen Verkehrsräume formuliert, bevor die eigentliche Entwicklung der Simulationsmodelle erfolgt. Ein wichtiger Aspekt der dabei Berücksichtigung findet, ist die Schaffung einer universell, möglichst offenen und modular einsetzbaren Integrationsarchitektur, die wiederum in aktuelle Standardisierungsaktivitäten einfließen soll. Besondere Herausforderungen werden darin liegen, die Anforderungen an die Genauigkeit von Modellen und deren Integrationsfähigkeit in andere Modelle oder reale Systembausteine in Balance zu bringen sowie zu formalisieren. Schlussendlich soll unter möglichst effizienter Nutzung von vorhandenen Simulationsumgebungen und Werkzeugen eine auf Schnittstellenstandards basierende Kopplung von Einzelmodellen erfolgen, um so ein belastbares Gesamtsimulationsergebnis zu erzielen. Der Nachweis der Validität des entstehenden Gesamtmodells ist dabei eine weitere zentrale Herausforderung im Projekt. Die Praxistauglichkeit der methodischen Ansätze wird in einem Proof-of-Concepts-Ansatz überprüft und demonstriert.
 

Projektpartner

      • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
      • Ford-Werke GmbH
      • Technische Universität Darmstadt
      • dspace digital signal processing and control engineering GmbH
      • OFFIS e.V.
      • PROSTEP AG
      • Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung
      • MAN Truck & Bus AG
      • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
      • IPG Automotive GmbH
      • Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
      • ZF Friedrichshafen AG
      • FZI Forschungszentrum Informatik
      • ETAS GmbH
      • ADC Automotive Distance Control Systems GmbH
      • VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
      • Opel Automobile GmbH
      • AUDI Aktiengesellschaft

      Ansprechpartner beim Projektträger
      Opens window for sending emailMarcel Vierkötter, Tel. +49 221 806 4110

       

      Förderrichtlinie

      Förderrichtlinie bis zum Jahr 2022 verlängert

      Das BMWi setzt seine Förderaktivitäten im Programm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ fort. Hierzu wurde die Förderrichtlinie geändert und deren Laufzeit bis zum Jahr 2022 verlängert. Der nächste Stichtag für die Einreichung von Projektskizzen ist der 31.03.2019.

      Details finden Sie unter: Initiates file downloadDownload

      Fachtagung 2019

      Forschung und Technologie für autonomes Fahren

      Auch in diesem Jahr veranstalten das BMWi und das BMBF gemeinsam die Fachtagung zum Thema „Forschung und Technologie für autonomes Fahren“. Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Dezember in Berlin im Harnack-Haus statt.

      Weitere Details dazu finden Sie Opens internal link in current windowhier

      Nationale Kontaktstelle Verkehr

      Die Nationale Kontaktstelle Verkehr (Opens external link in new windowNKS Verkehr) ist Anlaufstelle für alle Wissenschaftler/innen und Institutionen, die im Bereich Verkehr an den europäischen Forschungsprogrammen teilnehmen möchten. Sie unterstützt die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft in allen Belangen von Opens external link in new windowHorizont 2020.

      Skizzeneinreichung

      Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

      Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.



      Übersicht