KI-Absicherung – Methoden und Maßnahmen zur Absicherung KI-basierter Wahrnehmungs-funktionen für das automatisierte Fahren

Laufzeit

07.2019 bis 06.2022

Fördermittel

19.241.650,78 €

Federführer

Volkswagen AG

Projektinhalt

Die Einführung von automatisierten Fahrfunktionen bis hin zu vollautonomen Fahrzeugen in den Straßenverkehr bedingt den Einsatz innovativer Technologien. Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) sind hierbei ein wesentlicher Schlüssel. Die Absicherung von KI-Wahrnehmungsfunktionen, insbesondere bei der Automatisierung von sicherheitsrelevanten Fahrfunktionen, ist eine zentrale Herausforderung für deren zukünftigen Einsatz. Problematisch ist, dass aktuelle KI-Verfahren wenig transparent sind und daher nur sehr eingeschränkt nachvollzogen werden kann, warum ein KI-Verfahren eine bestimmte Entscheidung getroffen bzw. eine bestimmte Ausgabe generiert hat. Um die Belastbarkeit einer KI-Funktion nachzuweisen, ist es aktuell notwendig, eine unwirtschaftlich hohe Zahl an Testkilometern zu absolvieren.

Ziel des Projektes KI-Absicherung ist die Entwicklung und Untersuchung von Methoden und Maßnahmen für die Absicherung KI-basierter Fahrfunktionen für den Use Case Fußgängererkennung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen es ermöglichen, die Technologie besser bestimmbar und abschätzbar werden zu lassen. Zudem soll damit eine stringente Argumentationskette geschaffen werden, die aus Expertensicht eine Absicherbarkeit von KI-Funktionen begründet. Letztlich soll durch Kommunikation mit normativen Gremien und Zertifizierungstellen ein Industriekonsens bezüglich einer KI-Teststrategie unterstützt werden. Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur KI-Strategie der Bundesregierung.

Aufbauend auf der Generierung einer technischen Plattform als Basis für die KI-Algorithmenentwicklung und der Ermittlung von Anforderungen wird zunächst mit der Entwicklung eines neuronalen Netzes zur multimodalen Sensorfusion für den Use Case Fußgängererkennung begonnen. Um diese KI-Wahrnehmungsfunktion zu trainieren, zu testen und zu validieren wird im nächsten Schritt mit der Erzeugung von sogenannten synthetischen Daten fortgefahren. Durch die Erzeugung einer Werkzeugkette lassen sich für jeden Anwendungsfall Daten produzieren, um alle relevanten Fahrsituationen und deren Varianten abbilden zu können. Eine der Kernaufgaben im Projekt wird die Identifizierung und Weiterentwicklung von Methoden zur Überwachung von Training, Test und Validation für den konkreten Anwendungsfall sein. Diese werden hinsichtlich ihrer Aussagekraft bewertet und ihrer Bedeutung für die Absicherbarkeit untersucht. Aufbauend darauf erfolgt die Identifizierung und Wirksamkeitsprüfung von Maßnahmen zur Verbesserung der beobachtbaren Eigenschaften. Abschließend wird der Nachweis der Wirksamkeit der Methoden und Maßnahmen erbracht und eine Argumentation für ein methodisches Vorgehen zur Absicherung von KI-Funktionen aufgezeigt. Die entwickelten Testmethoden lassen sich schließlich zu einem Testplan generalisieren.
 

Projektpartner

      • Automotive Safety Technologies GmbH
      • AID Autonomous Intelligent Driving GmbH
      • Audi AG
      • Bergische Universität Wuppertal
      • BMW AG
      • Continental Automotive GmbH
      • Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
      • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
      • Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse und Informationssysteme
      • Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie
      • Hella Aglaia Mobile Vision GmbH
      • Intel Deutschland GmbH
      • MackeVision Medien Design GmbH
      • Merantix AG
      • Objective Software GmbH
      • Opel Automobile GmbH
      • P3 group GmbH
      • QualtityMinds GmbH
      • Robert Bosch GmbH
      • Technische Universität München
      • Universität Heidelberg
      • Valeo Schalter und Sensoren GmbH
      • Visteon Electronics Germany GmbH
      • ZF Friedrichshafen AG

      Ansprechpartner beim Projektträger
      Opens window for sending emailDr. David Mischnick, Tel. +49 30 756874 167

       

      Förderrichtlinie

      Förderrichtlinie bis zum Jahr 2022 verlängert

      Das BMWi setzt seine Förderaktivitäten im Programm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ fort. Hierzu wurde die Förderrichtlinie geändert und deren Laufzeit bis zum Jahr 2022 verlängert. Der nächste Stichtag für die Einreichung von Projektskizzen ist der 31.03.2019.

      Details finden Sie unter: Initiates file downloadDownload

      Fachtagung 2019

      Forschung und Technologie für autonomes Fahren

      Auch in diesem Jahr veranstalten das BMWi und das BMBF gemeinsam die Fachtagung zum Thema „Forschung und Technologie für autonomes Fahren“. Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Dezember in Berlin im Harnack-Haus statt.

      Weitere Details dazu finden Sie Opens internal link in current windowhier

      Nationale Kontaktstelle Verkehr

      Die Nationale Kontaktstelle Verkehr (Opens external link in new windowNKS Verkehr) ist Anlaufstelle für alle Wissenschaftler/innen und Institutionen, die im Bereich Verkehr an den europäischen Forschungsprogrammen teilnehmen möchten. Sie unterstützt die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft in allen Belangen von Opens external link in new windowHorizont 2020.

      Skizzeneinreichung

      Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

      Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.



      Übersicht