AutoTruck - Vollautomatischer Verteiler-Lkw für Automatisierungszonen

Laufzeit

01.09.2016 bis 31.08.2019

Fördermittel

2.081.292 €

Federführer

Götting KG

Projektinhalt

In vielen Produktions- und Logistikstandorten werden derzeit Fahrer für Rangier- und Pendelfahrten eingesetzt. Diese innerbetrieblichen Rangierfahrten und Pendelverkehre gelten als Lenk- bzw. Arbeitszeiten im Sinne der EG-Verordnung 561/2006 und der Fahrpersonalverordnung (FPersV). Wenn es gelänge, diese Fahraufgaben vollständig zu automatisieren, ergäben sich deutliche Vorteile hinsichtlich Effizienz von innerbetrieblichen Güter- und Warentransportvorgängen. Das Fahrpersonal könnte wirtschaftlicher eingesetzt sowie Pausen- und Lenkzeiten flexibler eingeteilt werden. Darüber hinaus ließen sich die Transportprozesse signifikant beschleunigen und sicherer gestalten. Insbesondere innerbetriebliche Rangierfahrten eignen sich für erste Forschungsaktivitäten  zur vollständigen Automatisierung, da im Fahrzeug selbst keine Entscheidungsprozesse ablaufen, die einen Fahrer zwingend erfordern.

Ziel des Forschungsprojektes "AutoTruck" ist es, erstmals einen flexiblen, fahrerlosen Betrieb eines Verteiler Lkw (15-18t) in definierten komplexen Automatisierungszonen zu demonstrieren, die einen urbanen Charakter aufweisen. Dabei gibt eine Fahrzeugleitzentrale den Fahrzeugen Missionen in Form von Fahrtajektorien vor (z.B. Start-Ziel-Beziehung vom Abstellplatz zur Laderampe). Basierend auf der vorgegebenen Fahrtajektorie entscheidet das Fahrzeug auf der Grundlage der hochpräzisen Ortung und der Umfeldsensorik selbst über die notwendingen Fahrmanöver. Die für die Nahbereichsnavigation notwendigen Daten und Sicherheitsfunktionen, z.B. zur Vermeidung von Hindernissen und das präzise Andocken an Laderampen, werden von Fahrzeugsensoren bereitgestellt. Durch die Vorgabe digitaler Trajektorien kann eine Vielzahl unterschiedlicher Fahraufgaben ohne aufwendige Zusatzausrüstungen in oder auf der Fahrbahn umgesetzt werden. Insbesondere ist es möglich, sich kreuzende, aber zeitlich versetzte Trajektorien flexibel vorzugeben.

Durch die gegenüber bestehenden Lösungen gewonnenen Freiheitsgrade können künftig kooperierende Fahrzeuge unterschiedliche Missionen auf großen und komplexen Anlagen gleichzeitig ausführen. Neu ist auch, dass trotz der angestrebten Flexibilität kein Fahrer als Überwachungsinstanz vorgesehen ist und keine Umbauten am Fahrzeug erforderlich sein sollen, wenn dieses die Automatisierungszone verlässt und öffentliche Straßen befährt. Dazu werden zunächst verschiedene Grundlagen zur Automatisierung und zum Sicherheitskonzept ermittelt. Anschließend werden die technischen Komponenten wie die Ortungs- und Kommunikationssysteme entwickelt und der Verteiler-Lkw mit einem Steer-by-Wire-System ausgerüstet. Nach Entwicklung der Missionsplanung erfolgt die praktische Demonstration des Fahrzeugs auf dem Gelände der Emons Spedition und dem GVZ-Dresden.

Projektpartner

          • Emons Spedition GmbH
          • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
          • Orten Betriebs GmbH & Co. KG
          • WABCO Development GmbH

           

          Ansprechpartner beim Projektträger
          Opens window for sending emailDr. Silke Marré, Tel. +49 221 806 4174

           

          Skizzeneinreichung

          Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

          Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.

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