Wort ab

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser Ausgabe des Newsletters Mobilität & Verkehr feiern wir Jubiläum! Zum 10. Mal möchten wir Sie wieder über vergangene, aktuelle und künftige Forschungsthemen des Forschungsmanagements bei TÜV Rheinland informieren.
Der aktuelle Schwerpunkt: Ein innovativer Klassiker – die Fahrerassistenz-systeme. Im Juni ist mit simTD – „Sichere Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland“ eines der wichtigsten deutschen Verkehrsforschungsprojekte beendet worden. Wir berichten in unserem Newsletter über den Feldversuch zu kooperativen Verkehrssystemen und befragen Herrn Dr. Rech von der  Volkswagen AG zu simTD. Auch über die weiteren Schritte – etwa im Rahmen von CONVERGE – möchten wir Sie informieren.

Darüber hinaus möchten wir Sie zu einem Besuch auf der Seite www.mobilitaet21.de einladen und auf deren Relaunch aufmerksam machen. Hier erfahren Sie Ergebnisse der vom BMVBS finanzierten Forschungsprojekte, welche von uns betreut werden.

Gleichzeitig verlosen wir anlässlich der 10. Ausgabe ein iPad 3 und möchten Sie dazu einladen, unseren Newsletter weiterhin mit Interesse zu lesen. Sowohl Abonnement als auch Gewinnspiel können Sie bequem über das beigelegte FAX-Formular oder unter www.tuvpt.de abwickeln.

Die Posterseite soll uns allen einen heißen, erholsamen Sommer wünschen. Kommen Sie danach gut wieder in die Spur für ein erfolgreiches zweites Halbjahr 2013.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich.

Magnus Lamp, Leiter Forschungsmanagement
Köln, den 15.07.2013

Doppelschlag : Halbzeitpräsentation der Verkehrsforschung und Kickoff UR:BAN

In Berlin trafen sich am 24. und 25. September 2012 rund 200 Experten anlässlich der Halbzeitbilanz des 3. Verkehrsforschungsprogramms der
Bundesregierung, welches seit 2009 unter der Federführung des BMWi durchgeführt wird. Unter dem Titel „Intelligent, innovativ, nachhaltig –
Verkehrsforschung für das 21. Jahrhundert“ diskutierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gemeinsam mit Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Verkehrsforschung. Darüber hinaus wurden gegenwärtige praxistaugliche Forschungsergebnisse demonstriert und zukünftige Mobilitätsbedürfnisse veranschaulicht. Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete der offizielle Startschuss für das Projekt UR:BAN
(Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement), an dem namhafte Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik-,
Kommunikations- und Softwarefirmen, Universitäten, Forschungsinstituten und Städten beteiligt sind. Das Projekt untersucht und entwickelt innovative
technische Lösungen im Bereich Fahrerassistenz und Verkehrsmanagement, die den Verkehrsfluss durch dicht besiedelte Gebiete steigern und den Schutz insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer verbessern können. Eine weitere Besonderheit ist die Konzentration auf den urbanen Raum unter Berücksichtigung der menschlichen Komponente bei der Entwicklung der höchst anspruchsvollen Technologien. Das BMWi beteiligt sich zur Hälfte an den Gesamtkosten von ca. 80 Mio. Euro. Die Broschüre zur Veranstaltung kann unter tuvpt.de heruntergeladen werden.
www.urban-online.org
Ansprechpartnerin: susanne.schmitz@de.tuv.com

simTD : Interview mit Dr. Bernd Rech

Dr. Bernd Rech

Dr. Bernd Rech, Vorsitzender Steuerkreis simTD, Volkswagen AG, Jahrgang 1961, Studium der Elektrotechnik, seit 1995 bei der Volkswagen AG; zurzeit in der Volkswagen Konzernforschung als Leiter der Abteilung Kooperative Systeme


Was war Ihre Motivation, sich an einem der größten Feldversuche für kooperative Systeme im Projekt simTD zu beteiligen?
Aus der Sicht der Volkswagen Konzernforschung stellt die Car-to-X-Kommunikation eine Schlüsseltechnologie bei der Erhöhung der Fahrzeugsicherheit und Verbesserung der Effizienz dar. Vor simTD wurden in verschiedenen Projekten die Car-to-X-Technologie und Car-to-X-Funktionen sozusagen im Labormaßstab entwickelt und getestet. Gefehlt hat eine Untersuchung der Praxistauglichkeit der Technologie sowie der Funktionen im größeren Maßstab unter realen Verkehrsbedingungen zusammen mit anderen Fahrzeugherstellern. Diese Aufgabe hat der Feldtest simTD übernommen. Das war ein wesentlicher Punkt, warum sich die Volkswagen Konzernforschung an simTD beteiligt hat.


Konnten die Erwartungen erfüllt werden?
Unsere Erwartungen an simTD selbst und an die Ergebnisse wurden erfüllt.
Bei simTD kann klar von einem Feldtest im größeren Maßstab gesprochen
werden. Im Testfeld wurden mehr als 100 straßenseitige Kommunikationseinheiten, sogenannte Roadside Stations, aufgebaut und es wurden bei kontrollierten Fahrversuchen im realen Straßenverkehr von 500 Teilnehmern mit 120 Fahrzeugen 1,65 Millionen Kilometer gefahren. Außerdem konnte die Car-to-X-Technologie unter Alltagsbedingungen ihre Tauglichkeit beweisen. Die zugrundeliegenden Konzepte wie zum Beispiel das hybride Kommunikationssystem auf der Basis von sowohl WLAN als auch Mobilfunk wurden bestätigt. Insbesondere konnte die Car-to-X-Technologie einen ihrer wesentlichen Vorteile demonstrieren, nämlich die Kommunikation bei verdeckten Szenarien, z. B. der Blick um die Ecke einer Kreuzung oder
durch ein Lastfahrzeug hindurch.


Wann werden kooperative Systeme ihre Wirkung entfalten und was
werden die Herausforderungen bis dahin sein?

Die Wirkung kooperativer Systeme entfaltet sich immer stärker, je mehr
Nutzer miteinander vernetzt sind. Die Herausforderung besteht insbesondere
in der frühen Einführungsphase darin, dass ein Nutzen erlebbar wird.
Dazu müssen bei der Car-to-X-Markteinführung Privatwirtschaft und
öffentliche Hand von Anfang an zusammenarbeiten. Als erste Anwendung
ist die Baustellenwarnung vorgesehen. Sie zeigt bereits bei geringen
Ausstattungsraten einen für den Fahrer erlebbaren Vorteil durch die bessere
Informationslage und lässt einen Sicherheitsgewinn nicht nur für das
Fahrzeug, sondern auch für das Baustellenpersonal erwarten. Die Einsatzfahrzeugwarnung ist eine weitere Funktion mit erlebbarem Vorteil schon in der Car-to-X-Einführungsphase. Ausgestattet werden könnten Fahrzeuge der Polizei, der Feuerwehren sowie der Rettungs- und Hilfsdienste.

Dr. Rech, wir danken Ihnen für das Gespräch.

1+1 = CONVERGE

Warum nicht eins und eins zusammenzählen und auf bisherige Forschungsergebnisse konkret aufbauen? In dieser Hinsicht ist das neue Forschungsvorhaben CONVERGE vorbildlich: Fahrzeugkommunikationslösungen (C2X) und deren Ansätze aus  verschiedenen vorherigen und laufenden Forschungsprojekten sollen zu einem sinnvollen Gesamtsystem zusammengeführt werden. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Projekt simTD. Im Rahmen von CONVERGE werden außerdem die neuesten Entwicklungen im Bereich Mobilfunk (insbesondere LTE-Standard) berücksichtigt und gewinnbringend eingesetzt, sowie die Rollenaufteilung der einzelnen Interessengruppen in einem sogenannten Systemverbund erschlossen. Mögliche Architekturen für ein dienst-, zuständigkeits- und zugangssystemübergreifendes ITS-Gesamtsystem werden ebenfalls untersucht und daraus eine optimale Referenzarchitektur abgeleitet. Vor dieser Herausforderung steht nun ein starkes Konsortium aus  Automobilherstellern, Zulieferern, Kommunikationsanbietern, Verkehrsmanagement- sowie Forschungseinrichtungen. Seit August 2012 laufen die Arbeiten an den Grundlagenthemen. Das Ziel lautet: aus den Projektergebnissen für Verkehrsbetreiber und die weiteren Beteiligten am Straßenverkehr eine fundierte Basis für die Umsetzung von zukünftigen C2X-Technologien schaffen. Somit werden die Ergebnisse des Projektes dem Ausbau von intelligenten Fahrerinformations- und Assistenzsystemen unter Nutzung von kooperativen Systemen dienen und zur sicheren und effizienten Gestaltung der Mobilität im Straßenverkehr einen wichtigen Beitrag leisten. CONVERGE besteht aus einem grundlagen- und einem anwendungsorientierten Teil und wird mit über 10 Mio. Euro durch die beiden Ministerien BMWi und BMBF gefördert. Der durch das BMWi mit 5,64 Mio. Euro geförderte anwendungsorientierte Teil begann folgerichtig erst einige Monate später am 01.01.2013. Das Projekt endet am 31.07.2015.
www.converge-online.de
Ansprechpartner: marcel.vierkoetter@de.tuv.com

simTD : Wissensvorsprung durch Kommunikation

„Die Wahrheit erkennen wir immer erst dann, wenn wir mit ihr absolut nichts mehr anzufangen vermögen.“ Projiziert auf den Straßenverkehr hat
Oscar Wilde auch heutzutage wohl noch recht: wirstehen bereits im Stau oder haben längst schon einen Unfall gebaut. Rechtzeitige und vorausschauende
Informationen über Gefahren oder Verkehrshindernisse könnten dem entgegenwirken. In dem mit rund 40 Millionen Euro gemeinsam durch das
BMWi und BMBF geförderten, sowie durch das BMVBS unterstützten Projekt simTD sollte dies bis zur Alltagsanwendung hin umgesetzt werden. Durch die elektronische Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur – die so genannte Car-to-XKommunikation (C2X) – können Informationen zwischen einzelnen Fahrzeugen ausgetauscht werden. Dabei kann es sich um sämtliche nutzbaren
Daten handeln, wie etwa Verkehrslagen, Wetterlagen oder auch konkrete Gefahrensituationen. simTD ist im Herbst 2008 gestartet, und ist jetzt nach nun fast fünf Jahren mit einer großen Abschlussveranstaltung auf dem Messegelände Frankfurt am 20.06.2013 vor Fachpublikum mit aktiver
Ergebnispräsentation zu Ende gegangen. Neben der Vorstellung der Ergebnisse, Fachvorträgen und Exponaten wurden auf der Veranstaltung mit rund 30 Fahrzeugen Fahrdemonstrationen durchgeführt. Davor ist Ende 2012 einer der weltweit größten Feldversuche zur Fahrzeugkommunikation mit
mehr als 120 Fahrzeugen, rund 42.000 Versuchsstunden und etwa 1.650.000 Fahrkilometern im Großraum Frankfurt abgeschlossen worden. Die
Auswertung von mehreren Terabyte an Daten aus dem Feldversuch, Nutzerbefragungen, Simulationsversuchen und Unfalldaten haben ergeben, dass kooperative Systeme technisch realisierbar sind, einen volkswirtschaftlichen, sicherheitsrelevanten und effizienzgewinnenden Nutzen für die Verbraucher haben, sowie vom Verbraucher akzeptiert und gewünscht werden. Dies unterstützt auch nochmals das durch die Automobilindustrie in einem Memorandum of Understanding (MoU) vereinbarte Einführen der Technologie im Jahr 2015.
www.simtd.org
Ansprechpartner: marcel.vierkoetter@de.tuv.com

Veni, vidi, vici, Ko-FAS

Das Problem der Sichtverdeckung kennt man und schätzt es nicht: Beim Fernsehen im heimischen Wohnzimmer, im Fußballstadion, oder gar im Konzert? Was in diesen Situationen mehr als ärgerlich sein kann, jedoch eher folgenlos bleibt, kann im Straßenverkehr ernstlich die Verkehrssicherheit
gefährden. Aus diesem Grund haben sich Projektpartneraus der Industrie und Wissenschaft zur Ko-FAS-Initiative zusammengeschlossen. Ko-FAS steht für Kooperative Sensorik und Kooperative Perzeption für die Aktive Sicherheit im Straßenverkehr. Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, möglichst viele Verkehrsteilnehmer als „Sehende“  in ein Netzwerk einzubinden und die Informationen an Fahrzeuge weiterzugeben, die noch keinen vollständigen Überblick über die Situation haben. In Ko-FAS werden hierfür in drei Verbundprojekten Technologien erforscht, die eine reibungslose Erfassung,
Auswertung und Verbreitung von Daten ermöglichen sollen. Zudem werden neuartige Transpondersysteme zur Fußgängererkennung
erprobt, die mit Funksignalen arbeiten und somit auch zwischen parkenden Autos und um Häuserecken funktionieren. Am 18. und 19. September
2013 präsentiert das Konsortium im Rahmen einer Abschlusspräsentation die Projektergebnisse. Die Forschungsfahrzeuge werden live an einer Forschungskreuzung in Aschaffenburg und der dortigen Fachhochschule zu sehen sein. Das BMWi fördert das Vorhaben mit etwa 15,8 Mio. Euro.
www.kofas.de
Ansprechpartner: jürgen.frenzel@de.tuv.com

Unabhängig und individuell durch die Stadt

Kzenon - Fotolia.com

Mit der Kollegin nach der Arbeit noch auf ein Abendessen und einen Bummel in die Stadt… aber wie geht es dann schnell nach Hause, wenn die Bahn nicht mehr regelmäßig fährt? Weltweit werden in immer mehr Städten und Regionen sukzessive öffentliche Fahrradverleihsysteme für den alltäglichen
Gebrauch eingeführt. Dabei können Fahrräder nach einmaliger Anmeldung vom Nutzer eigenständig, in der Regel rund um die Uhr entliehen und zurückgegeben werden. Ziel ist dabei die Entwicklung innovativer und umweltverträglicher Mobilitätsketten in Verbindung mit anderen neuen
Verkehrstechnologien im ÖPNV. Darüber hinaus soll das traditionelle Angebot im Nahverkehr so durch eine individualverkehrliche und gesunde
Komponente erweitert werden.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat den ZB FM für die administrative und fachliche Unterstützung im Modellprogramm „Innovative öffentliche Fahrradverleihsysteme“ im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans beauftragt. Schwerpunkt des  Modellprogramms ist das Vorantreiben einer tariflichen Integration des Fahrrads als Leihgerät in das lokale und regionale öffentliche Verkehrsangebot. Dabei werden nicht nur tarifliche, sondern auch bauliche
sowie organisatorische Aspekte mit einbezogen. Insgesamt sind fünf durch das BMVBS geförderte Modellprojekte in den Regionen Metropolregion
Ruhrgebiet und Usedom sowie in den Städten Kassel, Mainz und Nürnberg zum 31.12.2012 erfolgreich beendet worden. Beispielsweise startete „metropolradruhr“ im Juni 2010 als größtes Fahrradverleihsystem
Deutschlands. Es stehen nun in 10 Ruhrgebietsstädten insgesamt 300 Stationen mit ca. 2.700 Mieträdern und innovativer Ausleihtechnik
zur Verfügung. Seit diesem Frühjahr ist die Fahrradausleihe auch über das E-Ticket des VRR möglich. Alle fünf Fahrradverleihsysteme wie MVGmeinRad
in Mainz, NorisBike in Nürnberg, KonRad in Kassel, UsedomRad auf der Insel Usedom und metropolradruhr im Ruhrgebiet sollen nach Ablauf der Bundesförderung für mindestens zwei weitere Jahre und nach Möglichkeit auf Dauer in unterschiedlichen Betreiberkonstellationen weitergeführt und
ausgebaut werden.
www.nationaler-radverkehrsplan.de
Ansprechpartnerin: ludgera.klinge-habermann@de.tuv.com

RIVAS – Sanft durch Europa

Die im letzten Newsletter vorgestellten deutschen Forschungsbestrebungen gegen Schienen- und Zuglärm werden auch auf europäischer Ebene
vorangetrieben und gefördert. So soll das Forschungsprojekt RIVAS mit finanzieller Förderung durch die EU innovative Maßnahmen entwickeln.
Damit sollen negative Auswirkungen von wahrnehmbaren Erschütterungen, maßgeblich verursacht durch schwere Güterzüge, mittelfristig deutlich
reduziert werden. RIVAS steht für Railway Induced Vibration Abatement Solutions. Umgebung und Anwohner sollen geschont und gleichzeitig
die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahnen in Europa gewahrt werden. Berücksichtigt werden auch die subjektive Wahrnehmung von Erschütterungen
durch Menschen sowie deren induzierter sekundärer Luftschall in Gebäuden. Unter der Leitung des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) in
Paris arbeiten 26 ambitionierte europäische Partner an der  Grundlagenforschung, der Entwicklung von Prototypen, der Optimierung vorhandener Lösungen und an Feldversuchen unter realistischen
Rahmenbedingungen. Ziel ist außerdem eine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere betriebliche Rahmenbedingungen wie Regional-, Intercity- und
Hochgeschwindigkeitsverkehr sowie wichtige Impulse für die europäische Normung in diesem Bereich. Bei der Final Conference am 21. November
2013 sollen geeignete Maßnahmen vorgestellt werden.
www.rivas-project.eu
Ansprechpartner: stefan.kuschel@de.tuv.com

Europäisches : MODSafe

Modular Urban Transport Safety and Security Analysis.

Mit MODSafe ist im August 2012 ein erfolgreiches europäisches Projekt zu Ende gegangen, welches Teil des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms
(FP7) war. 22 Partner aus acht Ländern haben gemeinsam seit 2008 an der Erforschung der wichtigsten Schritte des „Safety Life Cycle“ der städtisch geführten Verkehrssysteme in Europa gearbeitet. In diesem Rahmen sind zukunftsweisende Vorschläge und Handlungsoptionen für die Themen Aktualisierung, Modernisierung und Neubau von städtischen spurgeführten Systemen entwickelt worden. Dabei wurde der Fokus einerseits auf die Aspekte Harmonisierung und Vereinfachung und andererseits auf die „Cross-Acceptance“ zum Nutzen aller Beteiligten (Hersteller, Lieferanten, Betreiber oder Sicherheitsbehörden) gelenkt. Der ZB FM war als Arbeitspaketleiter im Projekt MODSafe insbesondere für das Vertrags- und Finanzmanagement
verantwortlich und u. a. als Kontaktstelle zwischen der Europäischen Kommission und den Projektpartnern (Wirtschaftsunternehmen, Verbände,
FuE-Organisationen, Berater und Betreiber) tätig. Im abschließenden technischen Review wurden die Projektergebnisse durch die Europäische
Kommission positiv bewertet. Die Abschlusskonferenz wurde durch den TÜV Rheinland und UITP organisiert und fand im Juni 2012 bei TÜV Rheinland
in Köln statt.
www.modsafe.eu
Ansprechpartner: stefan.kuschel@de.tuv.com

Die Stadt im Wandel

M. Ruiz Lorbacher 2011

Eine besondere Bedeutung im Klimawandel kommt schnell wachsenden Großstädten und den Megastädten von morgen zu. Diese sind gleichermaßen
Verursacher und Betroffene des Globalen Wandels. Die fortschreitende Urbanisierung lebenswert zu gestalten, ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Insbesondere die zukünftigen
Megastädte in Schwellen- und Entwicklungsländern bieten Raum für Investitionen in angepasste Infrastrukturen. Diese Städte haben längst erkannt, dass Klima- und Umweltschutz Faktoren sind, die die Standortwahl in einer globalisierten Welt beeinflussen. (Zukünftige) Megastädte haben Modellcharakter für ganze Regionen.
Der BMBF Förderschwerpunkt „Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen“ fokussiert in seiner Hauptphase auf „Energieund
klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren“.
Er hat zum Ziel, technische und nicht-technische Innovationen zum  Klimaschutz und einen effizienten Umgang mit Energie und anderen Ressourcen in schnell wachsenden Großstädten zu entwickeln und für diesen Städtetypus wie einen „Werkzeugkasten“ nutzbar zu machen. Der ZB FM begleitet den Förderschwerpunkt im Verbund mit der TU Berlin sowie dem PT DLR. In neun Verbundprojekten arbeiten deutsche und ausländische Forscher gemeinsam mit relevanten politischen, wirtschaftlichen und  zivilgesell-schaftlichen Gruppen vor Ort an ökologisch, sozial und ökonomisch vorausschauenden Lösungen. Gesucht sind Antworten, die auch morgen noch Gültigkeit haben.
Am 14. und 15. Mai 2013 fand die vom ZB FM organisierte Abschlusskonferenz „Future Megacities in Action“ in der Fischauktionshalle in Hamburg statt. Rund 350 internationale Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten über Forschungsergebnisse, deren erfolgreiche Anwendung und einen Transfer der innovativen Lösungen.
www.future-megacities.org
www.future-megacities-2013.org
Ansprechpartner: thilo.petri@de.tuv.com

PAST-Nominierung

Im Rahmen der bauma 2013 wurde auch dieses Jahr wieder der bauma Innovationspreis verliehen. Von 156 Bewerbungen sind im Januar 15 Innovationen nominiert worden. Darunter auch ein Projektpartner im BMWi-Forschungsvorhaben PAST in der Kategorie Bauverfahren/Bauwerk. Die Firma Kirchner war einer der Nominierten, deren Sieger am 14. April 2013 in München geehrt wurde.
www.tuvpt.de

Buchtipp :

Dr.-Ing. Thomas Otto ist auf dem 19. ITS World Congress in Wien für seine Dissertation „Kooperative Verkehrsbeeinflussung und Verkehrssteuerung an signalisierten Knotenpunkten“ ausgezeichnet worden.

Der 1. Preis des Scientific Award ITS Vienna 2012 wurde vom österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) verliehen: Otto, Thomas
kassel university press
ISBN: 978-3-86219-190-1
2011
168 Seiten
(Schriftenreihe Verkehr 21)
URN: urn:nbn:de:0002-31911
Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2011
Oder online unter: www.uni-kassel.de

Neue Förderbekanntmachung

Projektskizzen erwünscht:

Im Rahmen der am 27.02.2017 veröffentlichten Förderbekanntmachung „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ des BMWi, die der PT MVt gemeinsam mit dem PT Jülich betreut, sind wir für den Modul II – Innovative Antriebstechnologien für mobile Anwendungen – zuständig. Gegenstand dieses Moduls sind innovative Antriebe für alternative Kraftstoffe, wobei neben Otto- und Dieselmotoren auch neuartige Konzepte und Hybridantriebe Gegenstand der Förderung sein können. Projektskizzen können bis zum 23.06.2017 über easy-Online eingereicht werden.

Die Förderbekanntmachung mit den Ansprechpartnern seitens des PT MVt finden Sie Initiates file downloadhier.

Skizzeneinreichung

Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.

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