Liebe Leserinnen und Leser,

dass die Verkehrsforschung gut im BMWI angekommen ist, belegen die öffentlich kommunizierten Zahlen des aktuellen Haushaltsentwurfs. Ansporn für die Zukunft die richtigen inhaltlichen Weichenstellungen vorzunehmen. In dieser Ausgabe des Newsletters erfahren Sie aber zunächst einiges über aktuelle Forschungsprojekte und weitere Entwicklungen au dem Bereich Mobilität und Verkehr.


Herzlichst Ihr

Dr. Holger Saß
Leiter Forschungsmanagement

Köln, den 26. Juni 2006

Standpunkt: Forschung muss leuchten

Leuchtturmprojekte – dieses Schlagwort taucht in letzter Zeit häufig in den politischen Strategiedebatten auf. Uns fällt bei diesem Begriff zunächst der Leuchtturm „Roter Sand“ ein - ein rot-weiß-angestrichener Turm in der weißen Gischt der Nordsee, ein Fels in der Brandung, ein weithin sichtbares Seezeichen, das dem Seefahrer bei Tag und bei dunkelster Nacht über weite Entfernungen den Weg weist.
Auch die Technologiepolitik ist auf der Suche nach Leuchtturmprojekten.
Was ist das – ein Leuchtturmprojekt? Die wissenschaftliche Definition ist schwer zu fassen. Was ein Leuchtturmprojekt ist, wird im Bauch entschieden, nicht im Kopf.
 „Leuchtturm“ steht für Sichtbarkeit, für Orientierungshilfe, für Größe, für eine große menschliche und technische Leistung, für ein Abheben aus der grauen Masse.
Eines ist unbestritten – wer einen Leuchtturm besitzt, findet Beachtung und Anerkennung. Geht es also im Wesentlichen um Beachtung und Anerkennung von Politik und Politikern?
Ja und nein.
J a – weil es auch um Wahrnehmung von Politik geht – dies ist ein legitimer politischer Anspruch. Politik muß erkennbar und vermittelbar sein.
N e i n – weil es nicht um Eitelkeiten von Politikern geht, sondern um den legitimen Anspruch der Bürger zu verstehen, wofür ihre Steuergelder ausgegeben werden. Und weil es überaus schwierig zu vermitteln ist, warum für die Entwicklung und Anwendung eines neuen mathematischen Algorithmus in einem Simulationstool zur Verbesserung der Verkehrslageprognose größere Beträge an Steuermitteln eingesetzt werden müssen. Dieses Kommunikations-Problem kennen wir aus unserem täglichen Projektträger-Geschäft, wenn wir Technologiepolitik und Forschungsförderung in der Mobilitätsforschung verständlich machen müssen. Am Beispiel des „Leuchtturms“ Transrapid fällt es wesentlich leichter, Technologiepolitik zu vermitteln als am Beispiel des Simulationstools.
Was kennzeichnet Leuchtturmprojekte? Die Größe der Projekte – auch in finanzieller Hinsicht – spielt sicherlich eine wichtige, aber nicht die alleinige Rolle. Wichtig ist ferner die Innovationsweite und der Innovationszeitraum – der Return on Invest liegt eher bei 10 als bei 3 Jahren. Systeminnovation geht hier vor Komponentenoptimierung. Aber: „Exoten“ haben nur wenig Chancen, weil auch bei den Leuchtturmprojekten das Subsidiaritätsprinzip der staatlichen Förderung gilt, die Hilfe zur Selbsthilfe. Nur im Schulterschluß von industriellem Engagement und staatlicher Technologieförderung lassen sich neue Wege langfristig erfolgversprechend beschreiten.
Ziel der künftigen Mobilitäts-Forschungsförderung ist es neue „Leuchttürme“ in der Technologieförderung des BMWi im Verkehrssektor zu initiieren.

Magnus Lamp / Albrecht Wurm

SOCCER

Verkehrslageerfassung und –prognose während der Fußballweltmeisterschaft

Deutschland ist im Fußballfieber. Auf den Straßen sind Hunderttausende von Fans aus aller Welt zu den Austragungsorten der Weltmeisterschaftsspiele unterwegs. Wie gelingt es, den kurzfristig ansteigenden Verkehr zu lenken und die Staus im Rahmen solcher Großveranstaltungen zu reduzieren?

In dem vom PT MVBW betreuten Forschungsprojekt SOCCER kommt während der WM in den Spielstätten Berlin, Köln und Stuttgart ein System zum Einsatz, das eine Gesamtkette von der großflächigen Verkehrsdatenerfassung mittels unterschiedlicher Datenquellen und Verkehrslagedarstellung bis hin zur Prognose, aus der anschließend individuelle Empfehlung von Steuerungsmaßnahmen abgeleitet werden können, abbildet. Der Schwerpunkt liegt auf der luftgestützten Verkehrsdatenerfassung, im Rahmen derer unterschiedliche Luftfahrzeuge zum Einsatz kommen.

Sportflugzeuge der Air Berlin sowie Stuttgarter Polizeihubschrauber werden mit dem Kamerasystem ANTAR aus der Raumforschung ausgestattet. In Köln startet ein von der DLR entsprechend ausgerüsteter Zeppelin, der bereits beim Weltjugendtag zur Verkehrsüberwachung diente. Das Softwaresystem Traffic Finder analysiert die eingehenden Bilder online und berechnet die Verkehrssituation auf den Straßen. Zeitgleich entstehen Luftbildkarten. Die Angaben werden mit Grunddaten der Bundesautobahnen, der Städte (u.a. GPS-Daten von Taxen) und historischen Verkehrsdaten von Großveranstaltungen in einem Simulationsmodell zusammengefasst, das Prognosen ermöglicht.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Verkehrsleitzentralen greifen aktiv in den Verkehrsfluss ein, Ordnungskräfte nutzen die Daten zu Sicherheitszwecken und nicht zuletzt die Verkehrsteilnehmer können aufgrund präziser, verlässlicher Rundfunkdurchsagen ihre Routen optimieren.

Aufschlussreich dürfte ein Vergleich mit den WM-Städten sein, über denen keine High-Tech-Kameras fliegen. Bewährt sich das System, ist ein Blick auf zukünftige internationale Großveranstaltungen, wie den Olympischen Spielen 2008 in Peking erlaubt.

Systemcargo

Verlagerung von Systemverkehren von der Straße auf die Schiene

Speditionelle Systemverkehre, z. B. für Pakete, Sammel- und Stückgut, werden überwiegend nachts (Nachtsprung) in knapp getakteten Zeitfenstern als fester Linienverkehr gefahren, allerdings auf der Straße.

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Leitvision Europäischer Schienengüterverkehr 2010“ war die Zielsetzung, mehr Güter auf die Schiene zu bringen und damit die Straßen zu entlasten, der Anlass für eine Kooperation zwischen dem Schienentransporteur Railion (Stinnes AG) und der Spedition Hellmann, den Nachweis zu erbringen, Systemverkehre der Straße wirtschaftlich gleichwertig auch auf der Schiene abwickeln zu können.

Der konventionell angebotene Kombinierte Verkehr erfüllte bisher die hohen Zeitanforderungen der Systemverkehre nicht, denn der Nachtsprung erfordert eine möglichst späte Beladung am Nachmittag sowie eine möglichst frühe Ankunft am Morgen beim Empfänger. Deshalb haben die beiden Kooperationspartner neue logistische Lösungen auf der Schiene entwickelt, indem die Abfahrts- und Ankunftszeiten so optimiert wurden, dass die Gesamttransportzeit dem reinen Straßentransport gleich kam und damit wettbewerbsfähig wurde.

Der Neuentwicklungsaspekt lag in dem minutiös vorzuplanenden und einzuhaltenden Zulauf der Teilsystemzüge auf einen gemeinsamen Knotenpunkt, der dortigen Umverteilung und Zusammenstellung der Zugteile zur Weiterfahrt und der Einhaltung der zeitgenauen Ankunft dieser neu zusammengestellten Systemzüge am Empfängerbahnhof. Eine Zuggeschwindigkeit von 140 km/h, eine detaillierte Analyse und Umsetzung der logistischen Prozesse sowie die Berücksichtigung des bestehenden Güterverkehrsfahrplans waren wesentliche Voraussetzung für das Gelingen dieses Konzepts. Entsprechende Fehleranalysen der Versuchsfahrten führten in der begleitenden Testphase des Projekts zu einer kontinuierlich steigenden Auslastung der Züge. Die durchschnittliche Pünktlichkeit lag in den letzten beiden Projektjahren bei etwa 97 %. Die Auslastung der Züge lag im Jahr 2005 bei durchschnittlich 78 %.
Im Ergebnis konnte eine Verlagerung von 400.000 t/Jahr von der Straße auf die Schiene erreicht werden. Dem entsprechen ca. 60.000 Lkw-km pro Verkehrstag.

Elektronisches Fahrgeldmanagement

Verzweiflung vor dem Fahrscheinautomaten gehört bald der Vergangenheit an

Die Nutzung der Verkehrsangebote des Öffentlichen Personenverkehrs muss einfacher und komfortabler  werden, um mehr Fahrgäste zu gewinnen. Gleichzeitig werden die Zuschüsse für den Öffentlichen Personenverkehr sinken, so dass Einsparungen bei den internen Abläufen erforderlich sind. Ein wichtiger Ansatzpunkt dazu ist die Vereinfachung des Fahrscheinkaufs für den Kunden und die Handhabung der Fahrgeldeinnahmen bei den Unternehmen. Hier setzt das Elektronische Fahrgeldmanagement an, das im Zeiraum von 1999 bis 2006 in mehreren vom Bund mit rund 8 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekten entwickelt und standardisiert wurde.


Ein in Deutschland, Europa und weltweit anerkannter Standard für das elektronische Bezahlen und das elektronische Fahrticket wurde verabschiedet. Dafür waren eine Reihe von Entwicklungsschritten und Pilotversuchen mit Beteiligung unterschiedlicher Verkehrsunternehmen und Systemhäuser erforderlich. Heute ist es in einigen Verkehrsverbünden möglich, mit einer Chipkarte oder dem Handy einfach in einen Bus oder eine Bahn einzusteigen, ohne sich um komplizierte Tarife und Kleingeld zu kümmern. Das System erkennt den Fahrgast und die Fahrt wird bequem, sicher und kostengünstig abgerechnet. Fährt ein Kunde mehrfach an einem Tag in einem Verkehrsverbund, können die erkannten Einzelfahrscheine automatisch auf ein kostengünstigeres Tagesticket umgebucht werden. Gleiches gilt für Wochen- und Monatstickets.
Zur Zeit setzen mehrere deutsche Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde den Standard für das elektronische Fahrgeldmanagement um. Bald sollte es möglich sein, mit unterschiedlichen Verkehrsunternehmen aber nur einer Chipkarte bzw. einem Handy von Flensburg nach Rosenheim zu fahren, ohne einmal an einem Fahrkartenschalter Schlange gestanden oder verzweifelt die Tarifstruktur eines Fahrscheinautomaten studiert zu haben.

TRANSIT- der digitale Verkehrslotse

Vorhandene Verkehrs- und Mobilitäts-Informationsdienste sind in die Jahre gekommen.
Der Aspekt der Intermodalität und der Fortschritt bei mobilen Endgeräten wie UMTS, GRPS und W-LAN stellen nicht nur erhöhte Ansprüche, sondern schaffen ebenso Möglichkeiten, individuelle, intermodale und dynamische Routingdienste zu entwickeln. Routingdienste also, die auf die Bedürfnisse des Nutzers eingehen, gleichzeitig mobil und flexibel sind sowie Alternativen zwischen dem motorisierten Individualverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr ausweisen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert mit TRANSIT ein Projekt, das diese technischen Möglichkeiten aufgreift, zum Nutzen des innerstädtischen Verkehrsmanagements im Allgemeinen sowie zum Nutzen des einzelnen Verkehrsteilnehmers im Besonderen. Entwickelt wird unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST ein hochleistungsfähiger Lotsendienst, der im Rahmen der Fußball-WM in Berlin erstmalig getestet wird.

Wie funktioniert das? Sie besitzen beispielsweise Eintrittskarten für das Finale und möchten pünktlich im Stadion sein. Via Handy stellen Sie eine Anfrage nach der optimalen Route an das System TRANSIT, das auf die Verkehrslageberichte der Berliner Verkehrsmanagement-Zentrale ebenso zurückgreift wie auf die aktuellen Fahrpläne des örtlichen Personen-Nahverkehrs. TRANSIT empfiehlt Ihnen um eine bestimmte Uhrzeit mit dem PKW bis zu einer U-Bahn-Haltestelle zu fahren, um dann in den Bus zu wechseln usw. Sollte der Stadtverkehr aufgrund von Staubildung eine PKW-Fahrt buchstäblich nicht mehr zielführend sein, schlägt Ihnen das System automatisch und frühzeitig ein alternatives Transportmittel vor. Sind Sie unterwegs und finden die angegebene Haltestelle nicht, leitet Sie das System, das Ihren Standort bis auf 100 m genau orten kann, auf Anfrage dorthin.

Neben diesem multimodalen Verkehrsinformationssystem entstehen zudem Strategien für die Planung und Steuerung von Verkehrsflüssen im Zusammenhang von Großveranstaltungen generell. Der entsprechende Verkehrsbedarf kann im Vorfeld ermittelt, der zu erwartende Verkehr gesteuert und die Transportmittelnutzung ideal koordiniert werden.

Brennstoffzellensysteme auf dem Weg in die Praxis

Unter dem Titel "Zertifizierung und Zulassung von Brennstoffzellensystemen" fand am 16. Mai 2006 im Seminarzentrum der TÜV Rheinland Group (TRG) eine erste Konferenz zum Thema „Brennstoffzellensysteme auf dem Weg in die Praxis“ statt. Dr. Elmar Witten, zentraler Innovationsprozessmanager der TRG und Verantwortlicher für das Vorstandsprojekt H2/Brennstoffzelle und die TÜV Akademie Rheinland konzipierten in Kooperation mit der Stadt Köln und der Landesinitiative Zukunftsenergie NRW ein umfassendes Programm mit sieben hochqualifizierten Fachreferenten aus Wirtschaft und Forschung.

Die thematischen Schwerpunkte der Konferenz lagen im Stand der Technik und gesetzliche Rahmenbedingungen sowie in konkreten Erfahrungen mit Brennstoffzellenanwendungen.
Der Gedanken- und Informationsaustausch stand neben dem fachlichen Input im Vordergrund.

Unter anderen informierte Walter Rau von der DaimlerChrysler AG über das Projekt zum Einsatz von Brennstoffzellenbussen im öffentlichen Nahverkehr und Bereich von Flottenfahrzeugen. Hierbei wurden auch Problemfelder und Schwächen der Brennstoffzellensysteme, wie z.B. die enormen Kosten und die wenig ausgeprägte Wasserstoff-Infrastruktur erläutert.

Dr. Bert Hobein vom Ford Forschungszentrum in Aachen berichtete über die Zulassung des Ford Focus FCV Hybrid und in diesem Zusammenhang über Sicherheitsaspekte und die Normungs- und Richtliniensituation in nationaler und internationaler Hinsicht.

Die abschließende Podiumsdiskussion unter Leitung von Dr.-Ing. Jens Mathiak vom Zentrum für Brennstoffzellen-Technik GmbH aus Duisburg wurde von den zahlreich erschienenen Zuhörern und den Referenten aktiv angenommen.

Die nächste Veranstaltung mit dem Fokus auf Hybridantriebe ist am 20./21. September 2006 geplant. Ansprechpartnerin ist Wiebke Kraus von der TÜV Akademie GmbH, Tel.: 0221/ 806-1687, E-Mail: wiebke.kraus@de.tuv.com.

ERA-NET TRANSPORT - Kooperationsvertrag zur Verbesserung der Schiffssicherheit

ERA-NET TRANSPORT (ENT) zielt auf die effektive transnationale Kooperation und Koordination der öffentlich geförderten Verkehrsforschungsprogramme in Europa. Dabei richtet sich das Projekt explizit an die Projektmanager der nationalen Förderprogramme. Der Zentralbereich Forschungsmanagement in der TÜV Management Systems koordiniert das Netzwerk und unterstützt die beteiligten Ministerien aus 11 Ländern bei der Umsetzung ihrer Forschungsinteressen.


Seit Mai 2005 hat ERA-NET TRANSPORT die Vorbereitung von Kooperationen in 14 unterschiedlichen Themengebieten angestoßen.
Die erste konkrete trans-nationale Kooperation mit dem Namen SURSHIP wurde am 20. Juni 2006 in Stockholm mit der Unterzeichung einer Vereinbarung von 8 Ländern auf den Weg gebracht. Die Forschungsinitiative zielt auf eine Verbesserung der Schiffsicherheit, sowie der Überlebensfähigkeit von Schiffen im Falle einer Havarie. Nur in einem gemeinsamen koordinierten Vorgehen vieler Staaten kann ein neuer, umfassender und ganzheitlicher Ansatz im Bereich der maritimen Sicherheit erreicht werden. Von 2006 bis 2009 werden Deutschland, Schweden, Großbritannien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Frankreich und Polen ihre Forschungsaktivitäten in einem gemeinsamen Programm abstimmen. Das Volumen der öffentlichen Förderung wird auf 7 bis 9 Mio Euro geschätzt.
Aber auch in anderen thematischen Bereichen werden Fortschritte erzielt. So werden derzeit zu den Themen „Logistik“ sowie „Demographischer Wandel und Verkehr“ von mehreren Ländern gemeinsame Programme bzw. gemeinsame Ausschreibungen vorbereitet.


ENT hat seine Arbeit auf der Konferenz „Greener, safer, and smarter Road Transport for Europe - Transport Research Arena Europe 2006“ in Göteborg, vom 12.-15. Juni 2006 in einer eigenen Session vorgestellt. Die Veranstalter waren neben der Europäischen Kommission das European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC), ein Zusammenschluss aller wichtigen Vertreter aus Industrie und öffentlicher Verwaltung im Bereich des Straßenverkehrs.
Mehr Informationen zur ERA-NET TRANSPORT finden Sie unter www.transport-era.net.  

Positive Bilanz der deutschen Beteiligung an der Verkehrsforschung im 6. Rahmenprogramm (RP)

Im Frühjahr 2006 wurden die Evaluierungsergebnisse der allerletzten Ausschreibung der Teilpriorität 1.6.2 „Nachhaltiger Land- und Seeverkehr“ im 6. EU-Forschungsrahmen¬programm bekannt gemacht. Damit konnte auch die Nationale Kontaktstelle „Verkehr“, die im Zentralbereich Forschungsmanagement der TÜV Rheinland Group angesiedelt ist, das Bild der deutschen Beteiligung an geförderten Projekten endgültig abrunden.


Im Rahmen der insgesamt acht Ausschreibungen wurden 199 Projekte für eine Förderung ausgewählt. Deutsche Akteure sind bei 78% dieser Vorhaben beteiligt und übernehmen die Koordination in 23% aller Fälle (insgesamt 45 Projekte). Bezogen auf die Anzahl der Partner liegt die deutsche Beteiligung bei etwa 18%. Insgesamt sollen 23% der Förderressourcen nach Deutschland fließen; damit befindet sich Deutschland an erster Stelle unter den 25 Mitgliedstaaten. Ein Erfolg, der auch für das 7. RP wünschenswert ist. Das Budget des 7. RP wird sich voraussichtlich auf rund 50 Mrd. Euro für die Jahre 2007-2013 belaufen. Der Bereich Transport (Luft und Boden gebündelt) ist als eigene thematische Priorität vorgesehen. Hierfür sollen 4,18 Mrd. Euro aufgewendet werden.

Buchtipp

“Mobilität 2020. Perspektiven für den Verkehr von morgen. Schwerpunkt Straßen- und Schienenverkehr“, in der Reihe: acatech berichtet und empfiehlt – Nr. 1, Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 2006, 86 S., Kt., ISBN 1862-4200 / ISBN 3-8167-7023-1.

Die Entwicklung, Erhaltung und Nutzung von Straßen und Schienenwegen sind nach Ansicht der acatech-Projektgruppe in den letzten Jahren nur mit geringer Intensität verfolgt worden. Vor diesem Hintergrund betont sie in dieser kompakten, aufschlussreichen Studie auf Engpässe bei der Infrastruktur als der Grundvoraussetzung des Verkehrs und gibt darauf aufbauend Empfehlungen zur Nutzung und Finanzierung der Straßen- und Schienenwege ab. „acatech“ steht für die Verbindung von Academia und Technik, wurde 2002 als gemeinnütziger Verein von den Präsidenten der sieben Länderakademien gegründet und vertritt die Akademien in allen technikwissenschaftlichen Belangen im In- und Ausland.

Nationale Kontaktstelle Verkehr

Die Nationale Kontaktstelle Verkehr (Opens external link in new windowNKS Verkehr) ist Anlaufstelle für alle Wissenschaftler/innen und Institutionen, die im Bereich Verkehr an den europäischen Forschungsprogrammen teilnehmen möchten. Sie unterstützt die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft in allen Belangen von Opens external link in new windowHorizont 2020.

Neue Förderbekanntmachung

Projektskizzen erwünscht:

Am 03. Juli 2017 ist im Bundesanzeiger die Bekanntmachung „Das digitale Nutzfahrzeug: Sicher und effizient in die Zukunft“ veröffentlicht worden. Gegenstand der Förderung sollen insbesondere hoch innovative FuE-Ansätze sein, die einen signifikanten Beitrag zur Digitalisierung des Nutzfahrzeugs leisten und einen kombinierten Ansatz aus den Themenbereichen „Automatisiertes Fahren“ und „Innovative Fahrzeuge“ aus dem BMWi-Fachprogramm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien erkennen lassen.

Projektskizzen können bis zum 27.10.2017 über easy-Online eingereicht werden.
Initiates file downloadDownload Bekanntmachung.

Abschlussbericht AG Innovation

Im September 2015 hat die Bundesregierung die „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit den fünf Handlungsfeldern „Infrastruktur“, „Recht“, „Innovation“, „Vernetzung“, „IT-Sicherheit und Datenschutz“ veröffentlicht, welche das automatisierte und vernetzte Fahren „auf die Straße bringen“ soll.


Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Innovation“ sind aufbauend auf Bestandserhebungen und Analysen von nationalen und europäischen Aktivitäten Handlungsbedarfe erarbeitet und entsprechende inhaltliche Empfehlungen ausgearbeitet worden.

Download: Initiates file downloadErgebnisse und Handlungsempfehlungen der „AG Innovation“ vom 10. April 2017

Skizzeneinreichung

Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.

Neue Kollegen gesucht

Der Projektträger Bodengebundene Verkehrstechnologien sucht 
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit und studentische Aushilfen für die Standorte Köln und Berlin.

Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Opens window for sending emailSabine Blank.

 

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