Liebe Leserinnen und Leser,

die Logistik ist in der Verkehrsforschung von herausragender Bedeutung und bildet auch im neuen Verkehrsforschungsprogramm der Bundesregierung eine der thematischen Grundsäulen.

Dieses neue Verkehrsforschungsprogramm ermöglicht ein planvolles und dennoch flexibles Handeln innerhalb inhaltlicher Rahmenbedingungen. Im Zusammenspiel mit den veränderten europäischen Voraussetzungen (Gemeinschaftsrahmen) sind damit die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausfüllen der Rahmenbedingungen mit guten Projekten im Jahr 2008.


Herzlichst Ihr

Dr. Holger Saß
Leiter Forschungsmanagement

Köln, den 10. Januar 2008

BMWi plant Messestand auf der InnoTrans 2008

Das BMWi beteiligt sich mit einem repräsentativen Messestand auf der InnoTrans (23.-26.09.2008). Die Besucher können sich dort eingehend über laufende Projekte und Forschungsergebnisse  aus dem Bereich des schienengebundenen Verkehrs informieren. Ausgewählte Exponate und Demonstratoren werden für die nötige Anschaulichkeit sorgen.Der Messeauftritt wird flankiert von einer eintägigen Veranstaltung zum Förderschwerpunkt „Schienengüterverkehr 2010“.Die InnoTrans bietet die Plattform für nationale und internationale Anbieter und Nachfrager des Personen- und Güterverkehrs. Mit dem Ausstellungsschwerpunkt der Schienenverkehrstechnik  (Railway Technology) hat sich die InnoTrans als internationale Branchenplattform etabliert.

Weitere Informationen unter  Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.innotrans.de.

BMWi auf transport und logistic

Vom 12. – 15. Juni 2007 informierte das BMWi auf der internationalen Fachmesse transport logistic in München über aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse aus dem Bereich Logistik.
Rund 20 Projektverbünde stellten ihre Aktivitäten anhand von attraktiven Exponaten, Filmen und Kurzpräsentationen einem interessierten Fachpublikum vor. Besonderes Interesse fand der Workshop „Forschungsförderung für die Logistikdrehscheibe Deutschland“, den rund 100 Teilnehmer besuchten.
Erstmalig wurde seitens des Fachreferates Verkehrstechnologien über die Grundzüge des neuen Verkehrsforschungsprogramms, vor allem über dessen Förderschwerpunkt Logistik berichtet.
Peter Sintram, Unternehmensberater Logistik, und Hans-Jörg Hager, Vorstandsvorsitzender Schenker Deutschland, stellten dem die Anforderungen der Nachfrager- und Anbieterseite in der Logistik gegenüber.

Buchtipp

Verkehrsintelligenz bei Ameisen

Helbing, Prof. Dirk u.a.: "Optimal traffic organization in ants under crowded conditions", in Nature 428 (2004) 70-73.Wie organisieren Ameisen die komplexen Strukturen und Funktionen in ihrem Zusammenleben? Kann man vom Verhalten der staatenbildenden Insekten sogar auf Regeln für den Straßenverkehr und die Stadtentwicklung schließen? In seinem Beitrag erörtert Prof. Dirk Helbing vom wie sich am Beispiel von Ameisenkolonien oder Bienenstöcken Prinzipien zur Errichtung verlässlicher und effizienter Infrastrukturen und Organisationen ableiten lassen. Prof. Helbing war bis 2006 für die TU Dresden tätig und ist heute an der ETH Zürich beschäftigt.

Dagmar Wöhrl zu ISETEC II

Grußwort der Parlamentarischen Staatssekretärin und Maritimen Koordinatorin der Bundesregierung, Dr. Dagmar Wöhrl anlässlich der Auftaktveranstaltung Innovative Seehafentechnologien (ISETEC II) am 25.10.2007

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich möchte Sie anlässlich der Auftaktveranstaltung zu unserer Förderinitiative ISETEC im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herzlich willkommen heißen.

ISETEC ist die Abkürzung für „Innovative Seehafentechnologien“.  
Wir greifen mit dieser Initiative ein Problem auf, mit dem sich unsere Seehäfen immer stärker auseinandersetzen müssen.

Es ist der rasant ansteigende Güterumschlag, der in unseren Seehäfen nicht nur für Deutschland, sondern auch für Länder wie Österreich oder den osteuropäischen Raum von großer Bedeutung ist.

Mit der Förderung von Forschung und Entwicklung für neue Technologien tragen wir dazu bei, die erkannten Engpässe in unseren Seehäfen abzubauen und moderne Transport- und Wertschöpfungsketten zu organisieren.

Als  Maritime Koordinatorin der Bundesregierung freue ich mich daher besonders, heute den Startschuss für die Forschungsinitiative ISETEC geben zu können.

Ziel

An der Küste gibt es ein einfaches Sprichwort: „Ohne Ziel ist jeder Kurs der Falsche“.

ISETEC hat ein Ziel und das leitet sich aus einem Dauerbrenner ab: Wir müssen den Güterumschlag und das betrifft in erster Linie den Containerverkehr, so reibungslos und pünktlich wie möglich durchführen.

Um diese Herausforderung zu verdeutlichen, möchte ich einige Zahlen nennen:

Etwa 95% des interkontinentalen Warenaustauschs werden über See abgewickelt. Im Jahre 2005 belief sich der Seegüterumschlag in den deutschen Häfen auf über 280 Mio. t. Das entspricht fast 4% des Welthandelsvolumens.

Die aktuelle „Seeverkehrsprognose 2025“ des Verkehrsministeriums geht von einer Vervierfachung des Containerumschlags aus.

Die Seehäfen stoßen bereits heute oft an ihre Kapazitätsgrenzen.

Es fehlen z.B. freie Lagerflächen für Container, so dass es immer häufiger auf eine gute Hinterlandanbindung durch die Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenwasserstraßen ankommt.

Der internationale Konkurrenzkampf insbesondere mit Blick auf die Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam wird stetig härter.

Wir wissen, dass auch diese Häfen erhebliche Anstrengungen unternehmen, das europäische Hinterland durch gut ausgebaute Straßen- und Schienenwege zu erschließen.

Der ISETEC- Kurs

Mit der ISETEC-Initiative haben wir uns die Aufgabe gestellt, bei der Lösung der erkannten Kapazitätsprobleme beim Umschlag, der Lagerung und dem Transport von Containern und im RoRo1-Bereich mit zu wirken.

1) Verschiffung insbesondere von LKW’s
Der Kurs ist klar:
der Gütertransport muss schneller abgewickelt, effizienter verteilt und besser vernetzt werden.

Schneller abwickeln heißt:

  1.  Automatisierung von Prozessen,
  2.  Direktumschlag vom Wasser auf die weiterführenden Transportmittel (wir   wollen also auf eine zeitaufwendige Zwischenlagerung verzichten) sowie die
  3. Umschlagsgeräte insgesamt schneller machen.


Effizienter verteilen heißt:
Engpässe im Hafenbereich durch Schaffung neuer Kapazitäten im Hinterland auszugleichen.

Besser vernetzen heißt:
Informations- und Transportwege zwischen Hafen, Hinterland und Kunden zu verkürzen.

Das BMWi stellt für ISETEC  30 Mio. € als Fördermittel in den Jahren 2008 bis 2011 zur Verfügung.

Das Ziel ist bekannt. Der Kurs ist gesetzt.

Ich würde mich freuen, wenn ISETEC  Anlass für weitere Innovationen im Seehafenbereich bewirken würde.

Ich bin davon überzeugt, dass ISETEC einen ähnlichen Erfolg haben wird, wie sein Vorläuferprogramm, das untergleichem Namen vor etwa 10 Jahren gefördert wurde.

Wir wollen und müssen gegenüber den anderen großen europäischen Häfen mit moderner Technologie konkurrenzfähig bleiben.

Grenzüberschreitende Kooperationen werden weiter an Bedeutung gewinnen, da die Entwicklung des Hochseegüterumschlags innerhalb der EU stark an die Leistungsfähigkeit der Seehäfen gekoppelt ist.

Als Koordinatorin der Bundesregierung für maritime Wirtschaft werde ich mich dafür auf nationaler und auf europäischer Ebene einsetzen.

Die deutsche Seehafenwirtschaft hat die Chance, technologisch eine bedeutende Beispielfunktion in der europäischen  Union zu übernehmen.
Ich wünsche Ihnen und uns für die Vielzahl der jetzt gestarteten Projekte viel Glück und hoffe auf eine erfolgreiche Umsetzung der ISETEC  -  Ziele.

EU-News

Deutsche Beteiligung im Rahmen der ersten Ausschreibungsrunde
im 7. RP

Im November 2007 wurden die Evaluierungsergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde im Bereich „Transport“ des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms (7. RP) bekannt gemacht. Erwartungsgemäß haben deutsche Antragsteller für einen guten Start in das neue Rahmenprogramm gesorgt, das Anfang 2007 angelaufen ist.

Im Rahmen der ersten Ausschreibungsrunde wurden insgesamt 96 Projekte für eine Förderung ausgewählt. Deutsche Akteure sind bei etwa 70% dieser Vorhaben beteiligt und übernehmen die Koordination in 9% (9 Projekte) aller Fälle. Bezogen auf die Anzahl der Partner liegt die deutsche Beteiligung bei etwa 15%. Insgesamt sollen 18% der Förderressourcen nach Deutschland fließen. Die Leistung deutscher Forscher war besonders stark bei den technologie-orientierten Themen. Hier zeichnet sich ein Anteil an den zur Verfügung stehenden Förderressourcen in Höhe von 23% ab.

Veröffentlichung der zweiten Ausschreibungsrunde

Am 30. November 2007 wurde die zweite Ausschreibungsrunde im 7. RP veröffentlicht. Das Arbeitsprogramm steht zum ersten Mal unter einem Leitmotiv. Im Jahr 2008 ist das Motto „Klimawandel und CO2-Reduzierung“. Alle Anträge, die in dieser Runde eingereicht werden, sollen einen Bezug zu diesem Leitmotiv herstellen. Abgabetermin ist der 07. Mai 2008.

Weitere Informationen über die entsprechenden Aufrufe finden Sie auf der Webseite der Nationalen Kontaktstelle Verkehr unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.nks-verkehr.eu.

Intelligente Logistik

Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr

Am 15.09.2006 wurde im Bundesanzeiger eine Förderbekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum Thema „Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr“ veröffentlicht.

Der neue Förderschwerpunkt ist ein Teilbereich der Säule „Intelligente Logistik“ des neuen Forschungsprogramms „Mobilität und Verkehrstechnologien“. Es werden Lösungsansätze unterstützt, die sich mit der Entwicklung betrieblicher und organisatorischer Prozessoptimierungen befassen. Dabei steht die Entlastung des Verkehrsträgers Straße durch Verkehrsvermeidung oder Verlagerung von Güter- und Dienstleistungsverkehren auf Schiene und Wasserstraße im Mittelpunkt der verkehrlichen Zielsetzung. Weiterhin soll jedes Projekt

·    eine Einsparung von mind. 10% der Fahrzeug-km erreichen sowie
·    eine effizientere Fahrzeugauslastung nach Gewicht und / oder Volumen um        mind. 10% der tkm.

Insgesamt wurden im Rahmen der Förderbekanntmachung 112 Projektskizzen eingereicht. Das BMWi beabsichtigt derzeit insgesamt 21 Projektideen zu fördern. Damit sind rund 90 Einzelvorhaben verbunden. Erste Projekte sind bereits im Oktober 2007 gestartet. In den meisten Vorhaben werden im Januar 2008 die Arbeiten aufgenommen. Erste Projektergebnisse werden bereits zu Beginn des laufenden Jahres erwartet.

ISETEC II

Innovative Seehafentechnologien II

Am 25. Oktober 2007 fand  im Eichensaal des BMWi in Berlin die Auftaktveranstaltung von ISETEC II statt. Die Veranstaltung, an der auch die Staatssekretärin, Dr. Wöhrl, beteiligt war, galt als offizieller Startschuss der Förderinitiative. Sie zielte darauf, die Fachöffentlichkeit über den aktuellen Stand und die folgenden Schritte zu informieren. Auf Basis der programmatischen Zielsetzung des BMWi wurde das Ausschreibungsergebnis detailliert erörtert.

Beim Zentralbereich Forschungsmanagement sind über 50 Projektskizzen zur Ausschreibung Innovative Seehafentechnologien II eingereicht worden. Nach der fachlichen Bewertung sind im September 2007 die gutachterlichen Abstimmungen abgeschlossen worden. 31 Projektideen mit insgesamt rund 130 Einzelvorhaben sind nach aktuellem Stand für eine Förderung vorgesehen. Der ZB FM wird im Januar 2008 die entsprechenden Antragsberatungen durchführen. Erste Projekte werden voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres starten.

Zu ISETEC II siehe auch das Grußwort von Dr. Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin des BMWi.

MOVE AGE

Mobilitäts- und Verkehrsdienstleistungen für ältere Menschen

Der demographische Wandel führt in Deutschland zu einer neuen Gewichtung der Mobilitätsbedürfnisse und des Mobilitätsverhaltens: Bei tendenziell sinkender Bevölkerungszahl steigt zugleich das Durchschnittsalter der Bevölkerung. So wird mit einem Rückgang der Bevölkerungszahl von derzeit 82 Mio. auf nur noch 75 Mio. im Jahr 2050 gerechnet. Die Hälfte der Bevölkerung wird älter als 48 Jahre und ein Drittel 60 Jahre oder älter sein. Zudem zeichnet sich ein Trend zur regionalen Entvölkerung, aber auch zur Konzentration in bestimmten Ballungsräumen ab.

In der Förderung von Lösungsansätzen zur Verbesserung von Mobilität und Verkehr vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sieht das BMWi einen Schwerpunkt im Bereich der Verkehrsforschung für die nächsten Jahre. Mit der Förderbekanntmachung „Mobilitäts- und Verkehrsdienstleistungen für ältere Menschen (MOVE AGE)“ ist seitens des BMWi ein erster Schritt in diese Richtung getan worden. Gefördert werden Vorhaben, die technologie-getragene Mobilitäts- und Verkehrsdienstleistungen für ältere Menschen zum Inhalt haben.

Derzeit werden zwei Projekte für eine Förderung durch das BMWi vorbereitet. Eine Projektidee befasst sich mit verschiedenen Dienstleistungen für die persönliche Mobilität älterer Menschen. Die zweite Projektidee zielt auf innovative Liefer- und Versorgungsdienstleistungen für die Zielgruppe ab.

Sicherheit für Nutzfahrzeuge

Mehr Sicherheit für Nutzfahrzeuge in Sicht

Im letzten Jahrzehnt haben sich die Güterverkehrsleistungen aufgrund der positiven Entwicklung des Wirtschaftwachstums verdoppelt. Im gleichen Zeitraum ist die Infrastruktur nur um 2% gewachsen. Die damit verbundene Zunahme der Verkehrsdichte wird dabei als zunehmende Gefahr der Verkehrsicherheit wahrgenommen.

Trotz nachweislicher Erfolge auf dem Gebiet der aktiven und passiven Sicherheit und dem damit einhergehenden Rückgang der Getöteten und Schwerverletzten im Güterkraftverkehr um 38%, ist der gesellschaftliche Ruf nach neuen Sicherheitssystemen in den letzten Jahren immer lauter geworden.

Im Verbundprojekt „Safe Truck“ sind die Fahrzeughersteller DaimlerChrysler und MAN Nutzfahrzeuge diesem Ruf gefolgt. Mit einer Förderung von ca. 900 T € konnten beide Fahrzeughersteller eine Basis zur Entwicklung vorausschauender aktiver Sicherheitssysteme für Nutzfahrzeuge und Busse schaffen. Das Projekt beinhaltet neben einer Potentialanalyse, die auf Unfalldaten aufbaut, eine Machbarkeitstudie inkl. Grobspezifikation ausgewählter Systeme. Darüber hinaus wurden rechtliche Rahmenbedingungen und Einführungsszenarien vorausschauender aktiver Sicherheitssysteme aufgearbeitet.

Die im Projekt durchgeführte Unfallanalyse (Allianz-Versicherungsstudie, In-Depth-Analyse von 150 Unfällen) brachte die wesentliche Erkenntnis, dass der Unfall bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle vermeidbar wäre, wenn der Lkw sowie der Unfallgegner die Verkehrslage richtig eingeschätzt und die Fahrweise an diese angepasst hätten. Ein Großteil der Unfälle hätte mit vorausschauenden aktiven Sicherheitsfunktionen vermieden oder von der Unfallschwere her gemindert werden können.

Im Projekt sind tragfähige Ansätze für diese Art von Sicherheitsfunktionen entstanden, die gerade den Einsatz schwerer Nutzfahrzeuge und Busse im öffentlichen Straßenverkehr sicherer machen könnten. In tiefergehenden Studien wurden die technische Machbarkeit eines Notbremssystems, einer Spurassistenz mit Einzelradbremseingriff und einer Prädiktiven Rollover Vermeidung untersucht.

Beim Einsatz derartiger Systeme wird erwartet, dass neben einer Verbesserung des Schutzes anderer Verkehrsteilnehmer auch der gesamtgesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Nutzen steigen wird. Im Hinblick auf die Umsetzung im realen Straßenverkehr und die Serientauglichkeit müssen einige der Ansätze aber noch detaillierter untersucht werden. Zum Teil konnten diese Funktionen bereits in Demonstrationsfahrzeugen erfolgreich appliziert werden.

Um die Zahl der getöteten und schwer verletzten Personen in der Zukunft belegbar und nachhaltig zu reduzieren, müssen diese Systeme neben der noch nicht abschließend gelösten technischen Funktionalität vor allem eine hohe Marktdurchdringung und eine hohe Akzeptanz bei den Fahrern finden.

Anhand von vier Szenarien hat das Projekt diesbezüglich einen Blick in die Zukunft vorgenommen. Die Hauptkriterien zur Bewertung der Szenarien waren die „Systemkosten“ sowie die „Gesetzliche Förderung“. Im Rahmen einer Abschlusspräsentation im März 2007 konnten die Ergebnisse u. a. mit Vertretern von BMVBS, BASt und dem GDV diskutiert werden.

Standpunkt

Forschung wirkt

Im Januar 2007 ist ein neuer „Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation“ in Kraft getreten.
Dieser europäische Gemeinschaftsrahmen bildet eine wesentliche Grundlage für die öffentliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowohl durch die Kommission selbst als auch durch die Programme der Mitgliedsstaaten.

Gegenüber den bisherigen Regelungen gibt es eine ganze Reihe von Veränderungen. So werden unter anderem die Vergabe von Beihilfen an Forschungseinrichtungen neu geregelt. Neu festgesetzt wird die maximale Höhe von Aufschlägen zur Förderquote bei der Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen mit Unternehmen sowie für kleine und mittlere Unternehmen. Aufschläge zur Förderquote nach regionalen Kriterien entfallen zukünftig. Mit der Einführung von neuen Beihilfekategorien im Bereich der Förderung von Innovationen wird der Katalog der förderfähigen Projektinhalte erweitert. Damit trägt das neue Regelwerk der stärkeren Umsetzungsorientierung in den Förderprogrammen Rechnung.

Häufig ist der Zusammenhang zwischen einem Umsetzungserfolg und den zugrunde liegenden Forschungsarbeiten beziehungsweise der Bezug zu den anteiligen staatlichen Finanzierungsbeiträgen nicht unmittelbar sichtbar. Forschung, Entwicklung, Innovation und Markterfolg bilden eine Prozesskette, die für Außenstehende nicht direkt nachvollzogen werden kann. Der neue Gemeinschaftsrahmen verringert die Lücke zwischen grundlegenden Forschungsarbeiten und der Markteinführung. Darüber hinaus ist es erforderlich die Erfolge der Projektförderung in der Öffentlichkeit zu vermitteln, um die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation zukünftig mit ausreichend Finanzmitteln auszustatten.

Von einer Arbeitsgruppe aus unterschiedlichen Projektträger-Organisationen wurde deshalb eine Dokumentation der „Erfolge der Projektförderung“ erarbeitet, die über den Projektträger Mobilität und Verkehr beim TÜV Rheinland bezogen werden kann. Exemplarisch wurde der Zusammenhang zwischen Förderprojekt und Umsetzungserfolg für über 100 Beispiele aus einer Reihe von Förderprogrammen dokumentiert. Mit etwas zeitlichem Abstand zeigen diese Erfolgsgeschichten deutlich: Die Forschungsförderung hat zu vielen heute selbstverständlich genutzten Technologien und Innovationen maßgeblich beigetragen – sie hat Wirkung gezeigt.

Nationale Kontaktstelle Verkehr

Die Nationale Kontaktstelle Verkehr (Opens external link in new windowNKS Verkehr) ist Anlaufstelle für alle Wissenschaftler/innen und Institutionen, die im Bereich Verkehr an den europäischen Forschungsprogrammen teilnehmen möchten. Sie unterstützt die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft in allen Belangen von Opens external link in new windowHorizont 2020.

Neue Förderbekanntmachung

Projektskizzen erwünscht:

Am 03. Juli 2017 ist im Bundesanzeiger die Bekanntmachung „Das digitale Nutzfahrzeug: Sicher und effizient in die Zukunft“ veröffentlicht worden. Gegenstand der Förderung sollen insbesondere hoch innovative FuE-Ansätze sein, die einen signifikanten Beitrag zur Digitalisierung des Nutzfahrzeugs leisten und einen kombinierten Ansatz aus den Themenbereichen „Automatisiertes Fahren“ und „Innovative Fahrzeuge“ aus dem BMWi-Fachprogramm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien erkennen lassen.

Projektskizzen können bis zum 27.10.2017 über easy-Online eingereicht werden.
Initiates file downloadDownload Bekanntmachung.

Abschlussbericht AG Innovation

Im September 2015 hat die Bundesregierung die „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit den fünf Handlungsfeldern „Infrastruktur“, „Recht“, „Innovation“, „Vernetzung“, „IT-Sicherheit und Datenschutz“ veröffentlicht, welche das automatisierte und vernetzte Fahren „auf die Straße bringen“ soll.


Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Innovation“ sind aufbauend auf Bestandserhebungen und Analysen von nationalen und europäischen Aktivitäten Handlungsbedarfe erarbeitet und entsprechende inhaltliche Empfehlungen ausgearbeitet worden.

Download: Initiates file downloadErgebnisse und Handlungsempfehlungen der „AG Innovation“ vom 10. April 2017

Skizzeneinreichung

Im Rahmen des BMWi-Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ sind Projektskizzen über das Portal easy-Online einzureichen. Projektskizzen dürfen maximal 15 Seiten umfassen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31.03. bzw. 30.09 im wettbewerblichen Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie  Opens internal link in current windowhier.

Neue Kollegen gesucht

Der Projektträger Bodengebundene Verkehrstechnologien sucht 
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit und studentische Aushilfen für die Standorte Köln und Berlin.

Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Opens window for sending emailSabine Blank.

 

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