PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbeeinflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsanforderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungsmethoden wirksam erfüllt werden können.
Hier setzt das vom BMWI geförderte Forschungsprojekt „Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau“ an, indem die Funktionseigenschaften der Verkehrswege, wie lärmarm, verkehrssicher und vor allem die Gebrauchsdauer dieser Bauwerke mit neuen Ansätzen der Automatisierungs-, Informations- und Maschinentechnik für den Bauprozess wesentlich verbessert werden sollen. Die Liegezeit von Verkehrswegen in der Asphaltbauweise soll durch eine wirtschaftliche und ganzheitliche Prozessbetrachtung auf 15 bis 20 Jahre erhöht werden.
Zur Projekthalbzeit wurden am 08.07.2010 die ersten Forschungsergebnisse im betrieblichen Einsatz während einer Baumaßnahme vorgestellt. Ort des Geschehens war eine Fachveranstaltung direkt auf der Autobahnbaustelle an der A4 bei Jena. 150 geladene Gäste von Behörden, Verbänden und der deutschen Straßenbau- und Straßenbaumaschinenindustrie wurden über die bereits erzielten Projektfortschritte informiert. Nach einer Begrüßung und Einführung durch das Landesamt für Bau und Verkehr des Freistaates Thüringen wurden das Zustandekommen des Projektes und die Besonderheiten des prozessübergreifenden Forschungskonsortiums dargestellt. Hierbei bilden nicht nur fünf Firmen die Prozesskette des Asphaltstraßenbau vom Mischwerk bis zur Walze ab, es tragen auch zwei Hochschulen und die Bundesanstalt für Straßenwesen zum Gelingen des Projektes bei. Dieses, in der Branche bisher einmalige Projekt, wurde erst durch die Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Betreuung durch den Projektträger TÜV Rheinland ermöglicht.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation von im Forschungsprojekt bereits entwickelten Modulen wie die automatisierte Schichtdickenmessung und –einstellung, eine zukunftsweisende entmischungsfreie (mechanisch und thermisch) Mischgutlogistik von der Mischanlage über den Transport, der Beschickung des Straßenfertiger sowie der Mischgutförderung und -verteilung innerhalb des Fertiger. Insgesamt werden im Forschungsprojekt 15 Demonstratoren entwickelt, mit denen durch konsequente Anwendung eines prozesssicheren automatisierten Straßenbaus das maximal mögliche Gebrauchsverhalten von Verkehrswegen in der Asphaltbauweise sicher erreicht werden soll. Bereits einige dieser Demonstratoren, welche die Einbauqualität des bestehenden Baustoffes durch einen neuen Bauprozess verbessern, wurden dem interessierten Fachpublikum vorgestellt. Dieses hat zunächst durch Kurzvorträge der Projektpartner einen fachlichen Einblick erlangt.
Die zahlreichen entwickelten Demonstratoren konnten an einem ausgestellten Versuchs-fertiger, einer thermoisolierten LKW Mulde sowie während des Einbaus an einem Kompaktasphaltfertiger begutachtet werden. Das Bauvorhaben auf der A4 umfasst einen 5 km langen Abschnitt, in dem verschiedene Straßenbeläge eingebaut wurden. Weiterhin kamen neuartige Anwendungen, wie das Einbringen von Sensoren in den Straßenbelag zum Einsatz, welche beim Einbau verdichtungsrelevante Parameter und im Betrieb wichtige Kontollinformationen liefern.
Diese ersten Ansätze zur „intelligenten Straße“ werden in Zukunft die Qualität von Belagsschichten maßgeblich verbessern. In der zweiten Hälfte des Projektes ist mit weiteren richtungsweisenden Forschungsergebnissen zu rechnen, welche unabhängig von den Baustoffkosten zu einer ressourcenschonenden und wirtschaftlicheren Bauweise im Asphaltstraßenbau führen werden.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.
