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BMWi fördert Mobilität behinderter Menschen mit 2,7 Mio Euro



In Deutschland leben mehr als 6,7 Millionen Menschen (etwa acht Prozent der Bevölkerung), die über einen Schwerbehindertenausweis verfügen. Die Zahl der Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist, liegt jedoch weitaus höher. Neben den Behinderten im engeren Sinne zählen vorübergehend Mobilitätseingeschränkte, wie u.a. Personen mit Kinderwagen und werdende Mütter, und Altersbehinderte, wie kleine Kinder und ältere, gebrechliche Menschen, ebenfalls zur Gruppe mobilitätsbehinderter Personen. Betrachtet man diese gesamte Zielgruppe muss man davon ausgehen, dass etwa 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung mobilitätseingeschränkte Menschen sind. Dieser Wert wird sich wegen der sich abzeichnenden demographischen Entwicklung, d. h. des höheren Anteils älterer Menschen, in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.

Seit dem 1. Mai 2002 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) in Kraft. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Benachteiligung behinderter Menschen zu beseitigen und damit die gleichberechtigte Teilhabe Behinderter am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten. Für eine selbstbestimmte Lebensführung behinderter Menschen ist es notwendig, ihnen eine uneingeschränkte Mobilität zu ermöglichen. Für viele mobilitätseingeschränkte Menschen, die über kein eigenes Kraftfahrzeug verfügen, ist die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs die wichtige Grundlage, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Neben einer barrierefreien Infrastruktur ist eine die Wegekette begleitende barrierefreie Informationskette notwendig. Die barrierefreie ÖV-Information bezieht sich dabei nicht nur auf die Inhalte sondern auch auf deren Gestaltung. Mit Hilfe innovativer Kommunikationstechniken müssen Informationsdienste technisch so gestaltet werden, dass sie grundsätzlich von allen behinderten Menschen uneingeschränkt genutzt werden können.

Um die Nutzungsschwierigkeiten des öffentlichen Personenverkehrs für die wachsende Personengruppe mobilitätseingeschränkter Menschen zu verringern, unterstreicht die Bundesregierung (BMVBS) das Prinzip der Barrierefreiheit als Qualitätsgewinn für alle Nutzerinnen und Nutzer des ÖV. Die Barrierefreiheit ist daher ein wichtiges Qualitätsmerkmal im öffentlichen Personennahverkehr.

Für eine barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit des öffentlichen Personenverkehrs steht in BAIM die Entwicklung einer barrierefreien Informationskette im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten. Vor Beginn einer Reise und während des gesamten Reiseverlaufs bzw. an den wichtigen Punkten der Reisekette sollen die für den Mobilitätseingeschränkten relevanten Informationen, z. B. über ggfs. geänderte Abfahrtzeiten und notwendige Umsteigevorgänge sowie über Fahrpreise/Tarife jeweils aktuell und verständlich verfügbar sein. Wichtige Informationen sollen dabei sowohl in optischer, akustischer und taktiler Form übermittelt werden können. Der Entwicklung dynamischer Fahrgastinformationen bezüglich der Verkehrsleistungen und der Infrastruktur kommt in dem Projekt eine besonders hohe Bedeutung zu. Zu jedem Zeitpunkt müssen die ÖV-Unternehmen ihre Informationen über die barrierefreie Reisekette aktualisiert den mobilitätseingeschränkten Fahrgästen zur Verfügung stellen können. Diese in BAIM entwickelten barrierefreien ÖV-Informationen sollen im Rahmen des Projektes abschließend in den Verkehrsverbünden im Rhein-Main-Gebiet und in Berlin-Brandenburg in der Praxis erprobt werden.

Das Projekt wird in einem Forschungsverbund mit zwei Verkehrsverbünden, zwei Verkehrsberatungsunternehmen sowie einem Unternehmen für intelligente Sprachdialogtechnologie und einem den Nutzerkreis vertretenden Forschungsinstitut durchgeführt.

Basierend auf vorhandenen Fahrplanauskunftssystemen (Internet) und mobilen Informationsdiensten (Mobiltelefone, PDA) sollen die speziell für mobilitätseingeschränkte Personen relevanten ÖV-Informationen erfasst, aufbereitet und in die existierenden Informationsdienste integriert werden.

Dazu sollen zunächst die Anforderungen der BAIM-Zielgruppe an barrierefreie ÖV-Informationen ermittelt werden. Die geplanten Nutzerbefragungen werden im Rhein-Main-Gebiet, einem polyzentrischen Ballungsraum, und in Berlin-Brandenburg, einem monozentrischen Ballungsraum, gemeinsam mit den dort agierenden Verkehrsverbünden RMV und VBB durchgeführt. Bei der Nutzerbedarfsanalyse und der daraus abzuleitenden Rahmenkonzeption für eine barrierefreie Informationskette vertritt das Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe (FTB) der evangelischen Stiftung Vollmarstein die Interessen mobilitätseingeschränkter Menschen. Die im Rahmen dieser Nutzerbefragungen ermittelten Informationen müssen mit standardisierten Datenerfassungsmethoden in zu konzipierende Datenbanksysteme eingebunden werden. Dabei wird für die Erfassung und Verwaltung der Daten auf entsprechende Erfassungs- und Managementsysteme der Firmen Hacon und IVU aufgesetzt.

In der zweiten Projekthälfte werden die barrierefreien Informations- und Reisebegleitdienste entwickelt. Bezüglich der sprachlichen und akustischen Informationswiedergabe wird die Firma SemanticEdge ihre Erfahrungen in der Spracherkennung und Sprachsynthese für die Gestaltung entsprechender Sprachdialogsysteme einbringen. Den Projektabschluß bildet die praktische Erprobung der entwickelten barrierefreien ÖV-Informationssysteme in den Verkehrsverbünden RMV und VBB.


Partner:


Rhein-Main Verkehrsverbund

HaCon

IVU Traffic Technologies

Semantic Edge Berlin

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Forschungsinstitut Technologie-Behindertenhilfe

der Evangelischen Stiftung Volmarstein

Namensänderung



Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:

TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln

Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.

Vielen Dank.

PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes



Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen

Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet



Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:

  • Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
  • Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
  • Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
  • Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner

Weiterführende Informationen:

 Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDetailbeschreibung, Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBewerberleitfaden

Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität



Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.

Startet den Datei-DownloadNationaler Entwicklungsplan Elektromobilität

 

Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge



Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".

Weiterführende Informationen:

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWebseite des BMWi

Startet den Datei-DownloadFörderbekanntmachung

Neue Mitarbeiter gesucht



Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.

 

Allgemeine Informationen



 

Der PT MVt ist organisiert im PT - Netzwerk.

 



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