
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Flexible Transportketten
Fördervolumen: 354.000 €
Laufzeit: 01.07.1997 - 30.06.2000
Projektbetreuung:
Partner:
- Spedition Hellmann
Aufgabe und Ziel:
Im Rahmen des Vorhabens soll anhand konkreter Anwendungsbeispiele untersucht und demonstriert werden, wie durch Integration kleiner Transportbehälter unter-halb der Standardgrößen von 7 m bzw. 20 Fuß in speditionellen Transportketten Verkehrsvermeidungs- bzw. Verlagerungseffekte erzielbar sind.
Das hier angesprochene Marktsegment betrifft die sogen. Systemverkehre des Paket-, Sammel- und Teilladungsverkehrs. Das relationsspezifische Aufkommen (Quelle – Zielaufkommen) in diesen Netzen lastet die bislang eingesetzten Fahrzeuge und Behälter vielfach nicht aus. Zielreine Fahrten sind in diesen Fällen nicht wirtschaftlich darstellbar.
Aus diesem Grunde werden Fahrzeuge mit Verkehren unterschiedlicher Relationen beladen und in einem oder mehreren zentralen Umschlagknoten umgeschlagen (sogen. Hubs). Der Einsatz kleinerer Behältergrößen in der Größenordnung einer halben Standardwechselbrücke mit unterschiedlichen Abmessungen zwischen 2,50 m bis ca. 3,50 m erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Behälter zielrein beladen werden können, wobei jedoch der Austausch der Behälter zwischen den Fahrzeugen an den zentralen Umschlagknoten nach wie vor erforderlich ist.
Im Rahmen des Vorhabens werden zwei Ansätze getrennt voneinander verfolgt.
Ansatz 1 beinhaltet die Demonstration von Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene unter Einsatz von Kleinbehältern in Verknüpfung mit innovativen Schienenproduktionssystemen (Train-Coupling-and-Sharing). Hierzu ist der Einsatz des von der DB entwickelten, innovativen Fahrzeuges "Cargo-Sprinter" vorgesehen.
Ansatz 2 hat die Verkehrsvermeidung im Straßenverkehr zum Ziel. Durch den Einsatz der zielrein beladenen Kleinbehälter und Ladungsaustausch im zentralen Umschlagknoten soll eine Reduzierung von Umwegfahrten erreicht werden.
Die Innovationen umfassen einerseits die Entwicklung und Umsetzung des betrieblichen und organisatorischen Konzeptes für die Abwicklung der Verkehre mit Kleinbehältern in beiden Ansätzen. Das von der DB seit längerem propagierte Konzept des Train-Coupling-and-Sharing wird in diesem Vorhaben erstmalig unter Nutzung des neuen Fahrzeuges Cargo-Sprinter zum Einsatz kommen. Darüber hinaus ist für das Handling der Behälter ein neues Greifgeschirr (Spreader) zu entwickeln und einzusetzen.
Ergebnis:
Effekte im ersten Ansatz sind Verknüpfungen der Niederlassungen Osnabrück und Hamburg mit dem Rhein-Main-Gebiet unter Einsatz von zunächst 4 Cargo-Sprinter-Einheiten. Daraus ergibt sich ein Verlagerungspotential von rd. 2,4 Mio. Lkw-km pro Jahr. Im Ansatz 2 sollen 4 Lkw-Linien im Raum Hannover zum Zwecke des Ladungseinheitenaustausches mit Kleinbehältern bestückt werden. Für die erste Stufe werden 11% Verminderung von Fahrzeugkilometern durch Reduzierung von Umwegen erwartet. Dies entspricht rd. 57.500 Lkw-km pro Jahr.