Interaktive Fahrzeugeinsatzsteuerung im Güterfernverkehr bei kooperativen Unternehmensmodellen
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Flexible Transportketten
Fördervolumen: 475.500 €
Laufzeit: 01.01.1998 - 31.12.1999
Projektbetreuung:
Partner:
- Cotrans Logistik GmbH & Co. KG
- PTV, Karlsruhe
- gedas telematics, Berlin
Aufgabe und Ziel:
Das Vorhaben trägt vorrangig der Verkehrsvermeidung von straßenseitigen Transporten Rechnung. Es beinhaltet die Organisation einer neutralen Dienst-leistungszentrale für Spediteure im Fernverkehr, die insbesondere durch eine marktfähige, telematikbasierte Fahrzeugeueinsatzsteuerung die Fahrleistungen (km) ihrer LKW reduziert und zu Verkehrsentlastungseffekten von ca. 650.000 km bzw. 0,6 Mio. € pro Jahr an Kosteneinsparungen führt. Diese Effekte beziehen sich auf den Pilotbetrieb mit 20 LKW.
Das Vorhaben hat zum Ziel, ein Netzwerk zwischen bereits kooperierenden Speditionen (Verbund der COTRANS) aufzubauen, das mittels modernster Telematik-Einrichtungen (Bordrechner, GSM-Kommunikation und GPS-Ortung) in den Fahrzeugen und durch Weiterentwicklung von vorhandenen Routenplanungs- und Tourenplanungswerkzeugen eine Fahrzeugeinsatzsteuerung ermöglicht, die dynamisch aktualisiert und kostengünstig erfolgen kann.
Projektinhalt:
Es kommt im Vorhaben nicht darauf an, neue Werkzeuge zu entwickeln, sondern die vorhandenen statischen Ansätze zu Einsatzplanung (strategische Ansätze) um flexible Komponenten (rollierende, sukzessive Befrachtung der Fahrzeugflotte) zu ergänzen. Dies geschieht durch ständige Rückkopplung der Fahrzeug- und Tourendaten während der Einsatzzeit anhand der eingebauten Telematik-Komponenten, so dass eine Tourendurchführungskontrolle, die Ermittlung des Restzeitpotentials der Fahrer und damit eine höhere Auftragsdichte pro Fahrzeug sowie eine zeitgenauere Zulieferung möglich wird.
Damit diese Informationen mit den Daten aller anderen am Pool beteiligten Fahrzeuge verglichen, analysiert und wieder als neue Basis zur evtl. Routen-änderung eines Partners an das einzelne oder ein anderes Pool-Fahrzeug zurückgegeben werden können, wird eine neutrale Dienstleistungszentrale eingerichtet. Eine der Hauptaufgaben dieser Zentrale ist die Entwicklung einer dauernd im Hintergrund laufenden Diskrepanzanalyse, die Abweichungen zu allen geplanten Routen erfasst und Vorschläge zur Routenänderung, zur Auftrags-weitergabe an eine günstigere Tour erarbeitet sowie eine dynamische Zielführung (ähnlich den bekannten Zielführungssystemen im Individualverkehr, z.B. CARIN) für das einzelne Fahrzeug liefert.
Weitere Module wie das Monitoring von Fahrzeugbetriebszuständen (auch Gefahrgutüberwachung) eine gemeinsame Frachtenbörse für Sonderfahrten und eine kundenorientierte Ladungsverfolgung runden das Dienstleistungspektrum ab. Während die letztgenannten Module grundsätzlich bekannt sind und deshalb hierzu im wesentlichen Anpassungen notwendig sind, wird durch die Diskrepanzanalyse ein neuer Ansatz geschaffen, der alle Bereiche (Auftrags-Disposition, Fahrzeug-einsatzsteuerung, Frachtenbörse, Routen- und Tourenplanung) gleichzeitig erfasst und diese mit optimierten Änderungsvorschlägen bedient.
Ergebnis:
Die Arbeiten zur kooperativen Tourenplanung und zur Fahrzeugeinsatzsteuerung wurden konzeptionell als durchführbar entwickelt. Der Einsatz bei dem Partner COTRANS kam jedoch nicht zustande, weil die Anforderungen seitens der dortigen Industriepartner eine andere Konstellation bedingten. Der Modellansatz ist in sich schlüssig und kann auf ähnlich gelagerte Fälle übertragen werden. Dieses Teilergebnis stellt einen wichtigen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dar.
Bis auf den Pilotbetrieb konnten Erkenntnisse gewonnen werden, wie Frachten-börsen über internet-basierte Lösungen aufgebaut werden können. Diese Lösungen sind auf Messen und in der Öffentlichkeit ausreichend bekannt gemacht worden.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.