
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Flexible Transportketten
Fördervolumen: 525.000 €
Laufzeit: 01.05.1997 - 30.04.2000
Projektbetreuung:
Partner:
- Henkel KgAA
- Schmitz Fahrzeugbau
- LOGIPLAN
Aufgabe und Ziel:
Ziel des Vorhabens ist die Auslastungsverbesserung von Sattelaufliegern und Wechselbehältern mit Planenaufbauten im Straßenverkehr durch DV-gestützte Beladungsoptimierung und Einsatz der Doppelstocktechnik. Die in den Henkel-Verkehren eingesetzten Fahrzeuge sind heute nur mit ca. 10 t bei einer Nutzlast-kapazität der Auflieger bis zu 25 t ausgelastet. Das Problem liegt sowohl in der Stapelfähigkeit der hier in Frage kommenden, palettierten Ware wie gleichermaßen in der freien Zugriffsmöglichkeit auf die einzelne Palette bei der Verteiltour.
Die Doppelstock-Verladung mit höhenverstellbaren Zwischenböden ist bei Fahrzeugen mit festem Aufbau (sog. Kofferaufbau, z.B. Kühlfahrzeuge) seit mehreren Jahren eingeführt. Der feste Aufbau gibt hier die erforderliche Stabilität für den Zwischenboden und die Ladung in der 2. Ebene.
Nachteile der "Kofferaufbauten" sind:
- nur Heckbe-/entladung möglich (sequentielle Be-/Entladung),
dagegen bei Planenfahrzeuge durch seitlichen Zugang
weitgehend freier Zugriff auf die Ladung
- i.d.R. teurer und schwerer als Planenaufbauten (Nutzlastverluste).
- Kofferfahrzeuge eignen sich deshalb nur für spezielle Verkehre.
Die Übertragung der Doppelstocktechnik auf Planenaufbauten im großen Stil scheiterte bislang an der erforderlichen Stabilität.
Verkehrlich/organisatorisch bedingt die Doppelstock-Verladung eine DV-gestützte Beladungsoptimierung, die den Möglichkeiten der Doppelstock-Verladung Rechnung trägt, sowie für die übergreifende Laderaumdisposition eine Vernetzung und einen Zugriff der an der Transportkette Beteiligten (Verlader, Lagerbetreiber, Spediteur, Frachtführer) auf das DV-Instrument. Die Basissoftware für das DV-Instrument bildet das bestehende Programmsystem "Loaddesign" der Fa. Logiplan, welches im Vorhaben um die Doppelstock-Funktionen sowie um die Berücksichtigung des Zusammenladeverbotes bei Gefahrgütern erweitert wird.
In dem Kooperationsvorhaben Henkel/Schmitz/Logiplan werden alle o.a. Elemente in einer Transportkette zusammengeführt. Henkel ist verantwortlich für das Ladungsaufkommen und die einzuschaltenden Spediteure/Lagerbetreiber, Schmitz für die Fahrzeugtechnik und Logiplan für die Beladungsoptimierung. Durch Einsatz der Doppelstocktechnologie bei Planen-Fahrzeugen erwartet Henkel eine Verbesserung der Fahrzeugauslastung von rd. 30%, die in der Pilotanwendung zu einer Reduzierung von rd. 1,2 Mio. Fahrzeug-km führt.