
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.
Mobilität sichern – Wirtschaftlichkeit verbessern
Dies sind auf den Punkt gebracht die Inhalte der Forschungsinitiative "Personennahverkehr für die Region", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im November 2001 gestartet hat.
Bei der Gestaltung des Förderschwerpunkts "Personennahverkehr für die Region" standen folgende Motive und Ziele im Vordergrund:
- Die Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ein Schlüssel für die Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität. Daher zielt der Förderschwerpunkt auf innovative Lösungen, die auf Basis der Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien das Angebotsspektrum des ÖPNV verbessert, stärker Kundenwünsche berücksichtigt und moderne Dienstleistungen für den Fahrgast etabliert, die Betriebsweisen entsprechend anpasst und z.B. neue Möglichkeiten des Flottenmanagements entwickelt.
- Die Förderinitiative soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, auch im ländlichen Raum für die Zukunft ein attraktives ÖPNV-Angebot sicherzustellen. Insbesondere die demografische Entwicklung in ländlichen Regionen macht es notwendig, auch im ÖPNV "neu zu definieren" und neue Wege zu gehen. Flexibilisierung ist hier ein wichtiges Stichwort. Dabei geht es nicht darum, bewährte Ansätze wie den Taxi- oder Rufbus neu zu erfinden, sondern diese z.B. mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien zu optimieren und in ein tragfähiges Gesamtkonzept zu integrieren. Zugleich soll erprobt werden, wie die neuen Angebotsformen ins öffentliche Bewusstsein gerückt und damit auch neue Kundengruppen für den ÖPNV interessiert und gewonnen werden können.
- Ländliche Regionen haben vielfach einen hohen Erholungswert und sind daher für den Tourismus interessant. Um den Freizeitwert und die intakte Umwelt nicht durch Verkehr zu gefährden, zielt der Förderschwerpunkt darauf ab, den ÖPNV als Rückgrat eines umweltgerechten Tourismus zu etablieren. Für ländliche Regionen steckt darin auch die große Chance, Arbeitsplätze zu sichern.
- Den ÖPNV "neu zu definieren" heißt auch, die bisherigen Organisationsmodelle nebst Rechtsrahmen weiterzuentwickeln. So strebt der Förderschwerpunkt z.B. an, neue Public-Private-Partnership-Modelle zu entwickeln, die ein ÖPNV-Angebot auch in dünn besiedelten Gebieten wirtschaftlich tragfähig machen.
- Der Förderschwerpunkt soll dazu motivieren, den ÖPNV nicht isoliert zu betrachten, sondern ihn in umfassendere Angebots- und Dienste-Konzepte zu integrieren, um seine Attraktivität und wirtschaftliche Tragfähigkeit zu steigern. Hierfür sollen moderne Servicekonzepte ÖPNV-gerecht entwickelt werden. Den ÖPNV im Alltagsleben der Menschen so zu integrieren, dass er ebenso selbstverständlich wie nicht mehr wegzudenken ist, ist Kernziel der Initiative.
- Schließlich geht es der Förderinitiative darum, solche Modernisierungsstrategien nicht nur wissenschaftlich abzusichern, sondern auch zu evaluieren und wissen-schaftsbasiert weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht um Grundlagenforschung im klassischen Sinne oder um Laborversuche und experimentelles Design, um physikalischen Phänomenen auf die Spur zu kommen. Der Förderschwerpunkt bietet vielmehr die Möglichkeit, im Reallabor, also im Mobilitäts- und Verkehrsalltag der Menschen, mit neuen Lösungen zu experimentieren. Also nicht im Theoretischen stehen zu bleiben, sondern die Praxistauglichkeit der weiter-entwickelten Ansätze unter Beweis zu stellen.