Der Förderschwerpunkt „Personennahverkehr für die Region“
Mobilität sichern – Wirtschaftlichkeit verbessern
Dies sind auf den Punkt gebracht die Inhalte der Forschungsinitiative "Personennahverkehr für die Region", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im November 2001 gestartet hat.
Bei der Gestaltung des Förderschwerpunkts "Personennahverkehr für die Region" standen folgende Motive und Ziele im Vordergrund:
- Die Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ein Schlüssel für die Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität. Daher zielt der Förderschwerpunkt auf innovative Lösungen, die auf Basis der Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien das Angebotsspektrum des ÖPNV verbessert, stärker Kundenwünsche berücksichtigt und moderne Dienstleistungen für den Fahrgast etabliert, die Betriebsweisen entsprechend anpasst und z.B. neue Möglichkeiten des Flottenmanagements entwickelt.
- Die Förderinitiative soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, auch im ländlichen Raum für die Zukunft ein attraktives ÖPNV-Angebot sicherzustellen. Insbesondere die demografische Entwicklung in ländlichen Regionen macht es notwendig, auch im ÖPNV "neu zu definieren" und neue Wege zu gehen. Flexibilisierung ist hier ein wichtiges Stichwort. Dabei geht es nicht darum, bewährte Ansätze wie den Taxi- oder Rufbus neu zu erfinden, sondern diese z.B. mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien zu optimieren und in ein tragfähiges Gesamtkonzept zu integrieren. Zugleich soll erprobt werden, wie die neuen Angebotsformen ins öffentliche Bewusstsein gerückt und damit auch neue Kundengruppen für den ÖPNV interessiert und gewonnen werden können.
- Ländliche Regionen haben vielfach einen hohen Erholungswert und sind daher für den Tourismus interessant. Um den Freizeitwert und die intakte Umwelt nicht durch Verkehr zu gefährden, zielt der Förderschwerpunkt darauf ab, den ÖPNV als Rückgrat eines umweltgerechten Tourismus zu etablieren. Für ländliche Regionen steckt darin auch die große Chance, Arbeitsplätze zu sichern.
- Den ÖPNV "neu zu definieren" heißt auch, die bisherigen Organisationsmodelle nebst Rechtsrahmen weiterzuentwickeln. So strebt der Förderschwerpunkt z.B. an, neue Public-Private-Partnership-Modelle zu entwickeln, die ein ÖPNV-Angebot auch in dünn besiedelten Gebieten wirtschaftlich tragfähig machen.
- Der Förderschwerpunkt soll dazu motivieren, den ÖPNV nicht isoliert zu betrachten, sondern ihn in umfassendere Angebots- und Dienste-Konzepte zu integrieren, um seine Attraktivität und wirtschaftliche Tragfähigkeit zu steigern. Hierfür sollen moderne Servicekonzepte ÖPNV-gerecht entwickelt werden. Den ÖPNV im Alltagsleben der Menschen so zu integrieren, dass er ebenso selbstverständlich wie nicht mehr wegzudenken ist, ist Kernziel der Initiative.
- Schließlich geht es der Förderinitiative darum, solche Modernisierungsstrategien nicht nur wissenschaftlich abzusichern, sondern auch zu evaluieren und wissen-schaftsbasiert weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht um Grundlagenforschung im klassischen Sinne oder um Laborversuche und experimentelles Design, um physikalischen Phänomenen auf die Spur zu kommen. Der Förderschwerpunkt bietet vielmehr die Möglichkeit, im Reallabor, also im Mobilitäts- und Verkehrsalltag der Menschen, mit neuen Lösungen zu experimentieren. Also nicht im Theoretischen stehen zu bleiben, sondern die Praxistauglichkeit der weiter-entwickelten Ansätze unter Beweis zu stellen.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.