Abschlussveranstaltung "ISETEC II"

Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailDaniela Wirtz

 

Neue Kollegen gesucht

Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht 
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Opens window for sending emailSabine Blank.

 

Allgemeine Information

Der PT MVt ist organisiert im
Öffnet externen Link in neuem FensterPT - Netzwerk.

WAYflow

Ministerium: BMWI

Förderprogramm: Mobilität und Verkehr

Förderschwerpunkt: Mobilität in Ballungsräumen

Fördervolumen: 30.800.000 €

Laufzeit: 01.10.1998 - 30.09.2002

Projektbetreuung:

Partner:
 - RheinMain-Verkehrsverbund GmbH (Konsortialführung)
 - Deutsche Bahn AG
 - T-Systems
 - debis Systemhaus
 - GEI GmbH
 - Philips Semiconductors GmbH
 - Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen
 - Stadt Frankfurt am Main
 - Fraport Frankfurt Airport Services Worldwide
 - Adam Opel AG
 - gedas Deutschland GmbH
 - IPK Fraunhofer Institut

Konsortionalführer:
H. Röhrich, RMV,
Tel.: 06192/294-184
H_Roehrich[at]rmv.de
www.wayflow.de 

Aufgabe und Ziel:
Wesentliches Ziel des Projektes WAYflow war die Erforschung und Entwicklung individueller und kollektiver Informationen in Form von Produkten, Diensten und Services im Rahmen eines umfassenden Mobilitätsmanagements. Maßgebend für Angebot und Ausgestaltung waren die Erwartungen und Bedürfnisse der Nutzer.
Die in WAYflow erarbeiteten Grundlagen, Strategien und Produkte wurden in fünf Feldversuchen (FV) und Demonstratoren getestet und in einer abschließenden Evaluation bewertet.

Feldversuch A
Der RheinMain-Verkehrsverbund führte im FV A auf Basis einer Zielgruppen-Definition (Sinus-Milieus) erweiterte Mobilitäts-, Informations- und Beratungs-dienste ein und baute damit schrittweise vorhandene Systeme zu einer zukunftsorientierten Informationsplattform aus.
In der ersten Stufe (ab 09/2001) mit 500 Feldversuchsteilnehmern erfolgte ein Akzeptanz-, Gebrauchs- und Alltagstest der Internetdienste. Außerdem wurde eine Chipkarte (MobiChip) als personifizierte Kundenschnittstelle erprobt. Die Viel-seitgkeit, der innovative Charakter und die Personalisierung wurden bisher positiv bewertet. In Stufe Zwei (ab Anfang 2002) stieg die Zahl der "Scouts" auf das Dreifache und das Diensteportfolio wurde erweitert.

In einem weiteren Schritt standen in Zusammenarbeit mit Opel einige Funktionalitäten den Kunden über einen PDA-Mini-Computer und ein Mobiltelefon (GPRS) auch im Auto zur Verfügung.

Feldversuch B
Der Feldversuch B war die konsequente Fortsetzung des FV A. Neben der Verknüpfung von WAYflow mit dem Electronic Ticketing des RMV wurden die in FV A umgesetzten Informations- und Beratungsdienste optimiert und um weitere Dienste ergänzt.
Die Chipkarte (MobiChip) wurde neben der Nutzung als ÖPNV-Ticket durch Third-Party-Applikationen zur Nutzerkarte für CarSharing und Parken sowie zur Eintrittskarte für öffentliche Einrichtungen erweitert. In das Dienste-Angebot wurde ein regionaler CarSharing-Anbieter integriert. FV B begann Anfang Mai 2002.

Feldversuch C
Ziel des Feldversuches City-FCD (City-Floating Car Data) in WAYflow war die Demonstration eines neuen, plattformunabhängigen FCD-Verfahrens zur operativen Erprobung von Telematikdienstleistungen für den Ballungsraum.
Die Umsetzung und Weiterentwicklung der FCD-Technologie für den innerstädtischen Bereich ermöglichte es, die Verkehrslage in geografisch begrenzten Räumen schon mit einer kleinen Fahrzeugflotte realitätsnah zu erfassen. Aus den generierten FCD-Einzelmeldungen wurde in Kombination mit stationären Erfassungsmethoden ein Gesamtverkehrslagebild einer Region bestimmt und konnte für individuelle Mobilitätsdienste sowie für ein regionales Verkehrsmanagement genutzt werden.

Feldversuch D
Der inter- und multimodale Reiserouter der Bahn beinhaltet ein adressenscharfes Routing, stellt aus den Fahrplandaten der verschiedenen Verkehrsunternehmen eine intermodale Reisekette zusammen und stellt multimodale Mobilitätsvergleiche zwischen alternativen Verkehrsmitteln zur Verfügung.
Der Inter-/Multimodale Reiserouter schaffte nach ersten Befragungsergebnissen der 5000 Teilnehmer eine Erhöhung der Transparenz der Angebote des ÖPV (für 67% der WAYflow-Nutzer zumindest teilweise transparenter), Anreize zum Umstieg auf den ÖPV (für 82% zumindest teilweise denkbar) und eine hohe Nutzer-zufriedenheit (65% sind zufrieden mit dem inter-/multimodalen Routing).

Feldversuch E
Im Feldversuch E wurden unter der Federführung des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen in der Region Frankfurt RheinMain ausgewählte multimodale Verkehrsmanagement-Strategien erprobt sowie deren Wirksamkeit analysiert. Als Anwendungsfelder für die Strategien wurden die Situationen "Spitzenstunde", "Großveranstaltung" und "Störfall IV/ÖV" ausgewählt. Darüber hinaus kamen im Vorfeld festgelegte organisatorische Abläufe und Kommunikationsstrukturen zur Verbesserung der Zusammenarbeit der beteiligten Partner im Verkehrsmanagement erstmalig zum Einsatz. Die Entwicklung und Umsetzung der Verkehrsmanagement-Strategien wurde unterstützt durch den "Intermodalen Strategiemanager".

Ergebnis:
Durch das Projekt WAYflow wurde ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept der Region Frankfurt RheinMain initiiert, das sowohl das regionale Bewußtsein stärkt als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region in der europäischen Konkurrenz sicherstellen soll.
Die Mobilität wurde von zwei Seiten her verbessert: Ein über die Landesgrenzen hinausragendes Integriertes Verkehrsmanagement optimiert dabei die hoheitlichen Aufgaben der Verkehrssteuerung und die kollektive Information aller Teilnehmer.
Der privatwirtschaftlich organisierte Mobilitätsdienstleister richtet sich an den Endkunden mit seinen individuellen Mobilitätsbedürfnissen.