
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Mobilität besser verstehen
Fördervolumen: 486.689 €
Laufzeit: 01.05.2003 - 31.07.2004
Projektbetreuung:
Partner:
Prof. Dr.-Ing. Stein & Partner GmbH
Prof. Dietrich Stein
Technologiequartier
Konrad-Zuse-Str. 6
44801 Bochum
Tel.: 0234/51-67-110
office[at]stein.de
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Maschinenelemente und Fördertechnik
Lehrstuhl für Erzeugung und Anwendung
Lehrstuhl für Berg- und Energierecht
RUFIS-Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik
Ingenieurgruppe IVV Aachen
Universität Hannover
Institut für Verkehrswesen
Eisenbahnbau und -betrieb
Aufgabe und Ziel:
Das Hauptziel der Machbarkeitsstudie ist die Entlastung des Straßenverkehrs von LKW und damit die Verbesserung und Verflüssigung des Verkehrs insgesamt.
Prof. Stein & Partner gehen davon aus, dass das prognostizierte Gütertransportaufkommen nicht ohne Infrastrukturausbau zu bewältigen ist. Die Kette komplizierter Genehmigungsverfahren beim Straßenausbau und die stagnierenden Verlagerungsbemühungen des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene, führen Prof. Stein & Partner zu der Lösung, den Raum unter dem öffentlichen Straßensystem zu nutzen. Dort entfallen langwierige Genehmigungsverfahren für den Infrastrukturausbau weitgehend, weil man sich auf bzw. unter hoheitlichem Gelände bewegt.
Ein wesentlicher Hemmfaktor für die Etablierung eines neuen Verkehrssystems, die genehmigungsrechtlichen Aspekte, erscheinen weniger gravierend als bei oberirdischem Infrastrukturausbau, da das Rohrleitungssystem unter den im Eigentum der öffentlichen Hände liegenden Verkehrswegen gebaut werden könnte. Enteignungsverfahren und Klagen betroffener Bürger dürften damit weitgehend entfallen. Kosten für Grunderwerb werden hierdurch ebenso reduziert wie Zerschneidungen der Landschaft und Umwelteingriffe.
Die durch Automatisierung und Verbesserung der Technologie erzielten Fortschritte im Rohrleitungsbau haben in den letzten Jahren zudem zu einer deutlichen Kostenreduktion geführt, die sich ebenfalls positiv auf ein solches, zukünftiges Verkehrssystem auswirken würde. Die Kosten für ein doppelzügiges Tunnelsystem liegen nach Einschätzung von Prof. Stein & Partner ähnlich hoch wie bei einer Autobahn mit vergleichbarer Transportkapazität; möglicherweise verschiebt sich die Bilanz sogar zugunsten des Rohrleitungsbaus, wenn aufwändigere Straßenführungen, je nach Landschaftstyp, mit in die vergleichende Betrachtung einfließen.
Ein wesentliches technisches Hindernis im unterirdischen Rohleitungsbau war früher die Notwendigkeit, in geringen Abständen Belüftungsschächte anzulegen, um den Vortrieb zu ermöglichen. Dieses Problem hat sich durch Optimierung der Technologie ebenfalls wesentlich reduziert, ist aber abhängig vom Durchmesser der Rohrleitungen. Hierin liegt eine der wesentlichen Fragestellungen der geplanten Machbarkeitsstudie.
Darüber hinaus geht es um Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen insbesondere gegenüber den beiden Konkurrenten Straße und Schiene sowie um Dimensionierungs- und Konstruktionsfragen des individuellen Antriebs der im Tunnel selbstfahrenden Gütereinheiten. Die Studie will anhand einer theoretischen Trasse, die die beiden Häfen Hamburg und Bremen/Bremerhaven mit dem Ruhrgebiet verbindet, untersuchen, in welchem Maße ein für Fernverkehre angepasstes CargoCap-Konzept im Vergleich mit dem traditionellen Straßen- und Schienengüterfernverkehr kostengünstiger ist, ob die verkehrsinduzierten Belastungen gesenkt und die zukünftig zu erwartenden Transportmengensteigerungen bewältigt werden können. Das für den Güterfernverkehr modifizierte CargoCap-System wird dabei mit den existierenden Verkehrssystemen Straße und Schiene verglichen und zwar hinsichtlich der Infrastruktur– und Transportkosten, der Transportkapazitäten, -geschwindigkeit, -zuverlässigkeit, Störanfälligkeit und weiterer externer Effekte wie Umweltbelastungen.
Das beantragte Forschungsvorhaben will auch dazu beitragen, die Anbindung der deutschen Seehäfen unter Beachtung der jeweiligen Umweltauswirkungen am effizientesten zu verbessern. Mit dieser innovativen Verkehrsinfrastruktur soll für einen gut funktionierenden Vor- und Nachlauf der Güter im Bereich der deutschen Seehäfen gesorgt und damit ein wesentlicher Standort- und Wettbewerbsfaktor für ein Ex- und Importland wie Deutschland verbessert werden.
Ergebnis:
Ergebnisse zum Projekt "Rohrleitungstransport" können auf der Homepage www.cargocap.de eingesehen werden.