Innovationsstrategien für neue Techniken und Dienste zur Erreichung einer "nachhaltigen Entwicklung" im Verkehr
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Mobilität besser verstehen
Fördervolumen: 328.668,58 €
Laufzeit: 01.07.2002 - 30.06.2004
Projektbetreuung:
Partner:
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse - ITAS
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Mitglied der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. (HGF)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Prof. Dr. Günter Halbritter (Konsortionalleiter)
Tel.: 07247/824-871
halbritter(at)itas.fzk.de
Torsten Fleischer
Tel.: 07247/824-571
fleischer(at)itas.fzk.de
Christel Kupsch
Tel.: 07247/822-707
kupsch(at)itas.fzk.de
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin - DIW
Königin-Luise-Straße 5
14195 Berlin
Dr. Jutta Kloas
Tel.: 030/89-789-553
jkloas(at)diw.de
Dr. Ulrich Voigt
Tel.: 030/89-789-311
uvoigt(at)diw.de
Aufgabe und Ziel:
Die vom BMWI geförderte Studie wurde ab dem 1. Juli 2002 im ITAS in enger Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) als Konsortialpartner bearbeitet. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine vergleichende Analyse internationaler Erfahrungen mit dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken (IuK-Techniken) und der darauf aufbauenden Dienste im Ballungsraumverkehr durchgeführt. Das Ziel bestand darin, die Bedingungen für erfolgreiche Innovationsstrategien im Bereich neuer Techniken und Dienste im Ballungsraumverkehr zu identifizieren und ihre Wirksamkeit und ihre Folgen im Hinblick auf eine „nachhaltige Entwicklung“ zu untersuchen. Unter Innovationen wurde die erfolgreiche Einführung technischer oder organisatorischer Neuentwicklungen in die gesellschaftliche Praxis verstanden.
„Nachhaltige Entwicklung“ steht hier für das Ziel, die Entwicklung des Verkehrs mit ökologischen Anforderungen in Einklang zu bringen, ohne die Mobilität der Verkehrsteilnehmer einzuschränken. Innovative Techniken, speziell auch die Informations- und Kommunikationstechniken (IuK-Techniken) sowie die auf diesen Techniken aufbauenden neuen Dienste, können im Verkehrsbereich grundsätzlich zur Entwicklung einer „nachhaltigen Entwicklung“ beitragen. Dies bezieht sich nicht nur auf Effizienzsteigerungen, wie z. B. eine Steigerung der Kapazität von Straßen durch neue Verkehrsleitsysteme. Auch die häufig gewünschte Integration verschiedener Verkehrssysteme, wie die intelligente Vernetzung von öffentlichem Verkehr und Individualverkehr, kann durch den Einsatz von IuK-Techniken wesentlich gefördert werden. Schließlich gestatten IuK-Techniken auch, neue Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten bereitzustellen, die neue Mobilitätsdienste auf der Basis von Mitfahrgemeinschaften sowie eine Steuerung des Verkehrs mit spezifischen preisbezogenen Maßnahmen ermöglichen. IuK-Techniken können auf diese Weise Verhaltensänderungen im Hinblick auf eine „nachhaltige Entwicklung“ auf erheblich flexiblere und effektivere Weise bewirken, als dies mit klassischen Instrumenten möglich ist.
Die Themenstellung des Vorhabens knüpfte an die Erfahrungen von Fallstudienauswertungen der Vorgängerstudie „Verkehr in Ballungsräumen – mögliche Beiträge von Telematiktechniken und -diensten für einen effizienteren und umweltverträglicheren Verkehr“ (Halbritter, G., u.a., 2002) sowie an Arbeiten des DIW zur preispolitischen Beeinflussung des Verkehrs (Kuhfeld, Schlör, Voigt 1996) an. Diese zeigten, dass verschiedene Länder sehr unterschiedliche Strategien bei der Entwicklung und Einführung der neuen Techniken und Dienste verfolgen. So wurde in den USA die Verkehrstelematik im Rahmen formaler Verfahren und gesetzlicher Rahmenbedingungen entwickelt und implementiert, wogegen sich in Europa insbesondere in Deutschland staatliche Initiativen überwiegend auf die Forschungsförderung beschränken. Für erfolgreiche Innovationen im Verkehrsbereich waren dabei nicht nur die primären Bedingungen (technischer Stand und Know-how) der Technikentwicklung und -produktion von Bedeutung sondern insbesondere auch die übergeordneten gesellschaftlichen und staatlichen Rahmenbedingungen.
Ergebnis:
Die Ergebnisse dieser Vorgängerstudie zeigen weiterhin, dass eine Technikentwicklung entsprechend den Kriterien einer „nachhaltigen Entwicklung“ nicht automatisch eintreten wird, sondern eine anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe darstellt; staatlichen Institutionen kommt hierbei eine wichtige Funktion zu. Dies bedeutet, dass nicht nur die unterschiedlichen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen in den betrachteten Ländern zu analysieren sind, sondern dass auch den Einschätzungen der allgemeinen Öffentlichkeit und bestimmter Facheliten zum Innovationspotenzial technischer Entwicklungen Beachtung geschenkt werden muss. Dabei spielen auch das kulturelle Selbstverständnis und die praktizierten Lebensstile der verschiedenen Gesellschaftsgruppen eine bedeutende Rolle. Neben ausgewählten europäischen Ländern sollen u.a. insbesondere die USA berücksichtigt werden.
Die Arbeit gliederte sich in drei Schritte:
1. Monitoring verkehrspolitischer Aktivitäten in Ländern mit einschlägigen erfolgreichen verkehrspolitischen Konzepten zwecks Identifizierung relevanter Initiativen und Projekte im Bereich innovativer Techniken und Dienste im Ballungsraumverkehr, sowie des Standes der Einführung dieser Techniken und Dienste
2. Vertiefte Analyse der identifizierten Länderbeispiele mit Untersuchung der Realisierungsbedingungen und der verkehrlichen Wirksamkeit der innovativen Techniken und Dienste in den betrachteten Ländern sowie der Folgen in Bezug auf die Anforderungen einer „nachhaltigen Entwicklung “ im Verkehr. Hierbei wurden auch die Hemmnisse identifiziert für die Fälle, dass die vorgesehenen Ziele nicht erreicht werden.
3. Analyse der Umsetzungsmöglichkeiten der gewonnenen Erfahrungen für repräsentative deutsche Bedingungen und Entwicklung strategischer Optionen zur Förderung von Innovationsprozessen.
Die Ergebnisse sollen zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für die Forschungs-, Verkehrs-, und Umweltpolitik beitragen und für Verbände und innovationsorientierte Industrieunternehmen neue Entwicklungsmöglichkeiten und Tendenzen aufzeigen.
Zitierte Literatur:
Halbritter, G. u.a., 2002: Verkehr in Ballungsräumen: Mögliche Beiträge von Telematiktechniken und -diensten für einen effizienteren und umweltverträglicheren Verkehr.
Beiträge zur Umweltgestaltung A 149, Erich-Schmidt Verlag, Berlin.
Kuhfeld, H., Schlör, H. und Voigt, U., 1996: Ökonomische Folgenanalyse im Rahmen des TAB-Projektes "Optionen zur Entlastung des Verkehrsnetzes und zur Verlagerung von Straßenverkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsträger".
Gutachten im Auftrag des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag, Berlin.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
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PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.