ILUMASS
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Mobilität besser verstehen
Fördervolumen: 1.798.541 €
Laufzeit: 01.06.2001 - 31.05.2004
Projektbetreuung:
Partner:
Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB)
RWTH Aachen
Mies-van-der-Rohe-Str. 1
52074 Aachen
Tel.: 0241/80-25-200
Institut für Theoretische Psychologie (IfTP)
Universität Bamberg
Markusplatz 3 / Weide 18
96045 Bamberg
Tel.: 0951/86-31-861
Zentrum für angewandte Informatik (ZAIK)
Universität zu Köln
Weyertal 80
50931 Köln
Tel.: 0221/470-60-30
Lehr– und Forschungsgebiet Umweltverträgliche Infrastruktur im Stadtbauwesen (LUIS)
Bergische Universität Wuppertal
Pauluskirchstrasse 7
42285 Wuppertal
Tel.: 0202/43-94-401
Institut für Raumplanung (IRPUD)
Universität Dortmund
August-Schmidt-Straße 6
44227 Dortmund
Tel.: 0231/755-2291
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Verkehrsforschung (DLR/IVF)
Rutherfordstraße 2
12489 Berlin
Tel.: 030/670-55-204
Aufgabe und Ziel:
Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung sind vielfältigen unterschiedlichen Einflüssen unterworfen: die Änderung der Bevölkerungsstruktur nach Anzahl und Alter, Veränderungen durch Großeinrichtungen im Handel, in Dienstleistung und Freizeit sowie die Änderung des individuellen Mobilitätsverhaltens, u. a. aufgrund moderner Telekommunikation, verlangen gesamtheitliche Lösungen. Diese sind jedoch mit den „klassischen“ Planungsinstrumentarien nicht mehr zu bewältigen. Neben der Tatsache, dass die Flächennutzungsplanung und die Verkehrsplanung in der Regel mit ihren eigenen Instrumentarien und getrennt behandelt werden, sind die vorhandenen Instrumentarien für solche Neugestaltungsaufgaben in sich noch unzulänglich. Die neuen Konzepte für Stadt- und Verkehrsplanung erfordern wesentlich kleinräumigere und zeitlich differenziertere Aussagen, vor allem aber die Möglichkeit, Wechselwirkungen zwischen beiden Planungsbereichen zu berücksichtigen. „Änderungen in der Flächennutzung führen zu Änderungen im Nachfragemuster für Mobilität und Transport; die daraus resultierenden Änderungen im Verkehrssystem beeinflussen umgekehrt über veränderte Erreichbarkeitsbedingungen oder Verkehrswirkungen die zukünftige Flächennutzung.“ Deshalb ist es sinnvoll, neue kombinierte Planungs-/ Simulationstools, die diese Anforderungen erfüllen, zu entwickeln und auszutesten.
ILUMASS geht grundsätzlich davon aus, dass die Simulation von Flächennutzungsplanung und Verkehrsnachfrageplanung in Kombination durchgeführt werden sollte, um das individuelle Mobilitätsverhalten (Verkehrsnachfrageänderungen) abbilden und im gleichen Zug Reaktionen auf städtebauliche Maßnahmen abschätzen zu können. Solche Systeme erzeugen Rückkopplungen, die in ihren räumlichen Dimensionen mit einem möglichst kleinräumigen Raster erfasst werden müssen, und zu denen in zeitlicher Hinsicht die Wirkungen von städtebaulichen und verkehrlichen Veränderungen in einem breiten dynamischen Umfang berücksichtigt werden können (sehr kurze Zeitskalen für die Verkehrssimulation und sehr lange Zeiträume für die Flächennutzungssimulation). Die Simulation eines so gekoppelten Systems erfordert deshalb eine „mikroskopische“ Modellierung; außerdem sind damit lokal differenziertere Aussagen zu Lärmemissionen oder Trennwirkungen möglich. Während Nachfragemodelle vielfach bereits mikroskopisch simuliert werden können, ist dies bei Flächennutzungsmodellen nicht der Fall. In der vollständig durchgängigen „Mikroskopie“ der Simulation für beide Planungsbereiche ist deshalb der Hauptansatz und die Innovation von ILUMASS zu sehen.
Die 6 Partner bauen das neue Simulationstool in Aufgabenteilung auf:
- Prognose der langfristigen Flächennutzungsänderung (IRPUD)
- mikroskopische Berechnung der Personen- und Güterverkehrsnachfrage (ISB, LPII, DLR)
- dynamische Umlegung der Nachfrage auf ein Verkehrsnetz (ZAIK)
- Lärmemissionsberechnung ( ZAIK)
- Bewertung der Verkehrsauswirkungen auf Mensch und Umwelt (LUIS, IRPUD)
Die Stadt Dortmund stellt als Modellstadt für den Test von ILUMASS ihre Daten (Netz, Raumstruktur, Bevölkerung, Verkehrsbelastung etc.) zur Verfügung.
Abschließend wird eine Reihe von Szenarien simuliert: Auswirkungen von Telearbeit und e-commerce, Auswirkungen von Vorrang-Schaltung für den ÖV, Nutzungsmischung und Verdichtung des innerstädtischen Wohnungsbaus, Auswirkungen von gebündelten Lieferfahrten (City-Logistik).
Die Ergebnisse werden für alle Partner primär in der weiteren Forschung und Lehre eingesetzt, es ist jedoch beabsichtigt, das Tool als Eigentum des Konsortiums aller Partner gegenüber Kommunen, Ministerien oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Anwendung anzubieten.
Ergebnis:
Ergebnisse zum Projekt "ILUMASS" können auf der Homepage www.ilumass.de eingesehen werden.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.