OPTRANS - Optimale Transporte in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Kreislaufwirtschaft
Fördervolumen:
Laufzeit:
Projektbetreuung:
Partner:
- PTV Planung Transport Verkehr AG (Projektkoordinator), Karlsruhe
- Locom Consulting GmbH, Karlsruhe
- Ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung GmbH, Heidelberg
- DKR Deutsche Gesellschaft für Kunststoffrecycling mbH, Köln
- ALBA Wertstoffmanagement GmbH, Velten
- LSR Recyclingzentrum, Dingelstädt
Aufgabe und Ziel:
Das Projekt OPTRANS beschäftigte sich speziell mit der Bewertung von Transportketten innerhalb von Kreislauf- und Abfallwirtschaftsprozessen. Aufbauend auf einer Methode zur Bewertung von Transporten (sowohl nach ökologischen und ökonomischen Kriterien) wurden Informations- und Kommunikationslösungen für eine Transportoptimierung am Beispiel der Kunststofffraktionen aus dem Haushalt entwickelt, die eine Transportoptimierung unter Berücksichtigung beider Gesichtspunkte ermöglichen.
Die Hauptziele des Projektes lassen sich unterteilen in Reduktion des Transport-aufwands im Straßengüterverkehr und Analyse von Rahmenbedingungen zur Verlagerung von Transporten auf alternative Verkehrsträger.
Ergebnis:
Verkehrliche Wirkungen
- Einsparung an Lkw-km: 2 000 000 km/Jahr (bei AWM und DKR)
- Einsparung an Transportzeiten: nicht quantifiziert
- Einsparung an Treibstoff: nicht quantifiziert
Betriebliche Wirkungen
Verringerung der betrieblichen Aufwendungen und Kosten: 1 500 000 – 2 000 000 € Transportkosten (bei AWM und DKR)
Erzielte Qualitätsverbesserung:
Durch den Einsatz von IuK-Lösungen wird der Dispositionsprozess effizienter gestaltet; Standardentscheidungen laufen automatisiert ab, wodurch sich der Disponent auf kritische Entscheidungen konzentrieren kann.
Sonstige Ergebnisse
Erarbeitete Produkte:
Basierend auf bestehende Applikationen wurden zwei Systemlösungen erarbeitet:
1) TAG-Tool zur optimalen Transportauftragsgenerierung unter Rücksichtnahme von ökonomischen und ökologischen Faktoren.
2) Intertour/Dispatch zur Minimierung von Leerkilometern und Optimierung von Fahrzeugeinsätzen bei der Transportplanung.
Erarbeitete Methodik:
Eine Entscheidungsmethodik zur Abwägung, ob vornehmlich ökologische oder vornehmlich ökonomische Entscheidungskriterien (Kenngrössen) bei der Planung von Transporten berücksichtigt werden sollten.
Jahr der Ersteinführung bzw. der vollständigen Wirksamkeit:
Vorausgesetzt die Partner möchten die Systeme nach dem Projekt weiter nutzen, wäre das Jahr der Ersteinführung 2004 (spätestens Ende 2. Quartal). Die vollständige Wirksamkeit ist zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Dispositionsprozesse bei AWM bzw. DKR angepasst worden sind. Dafür liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genaue Planung vor.
Umsetzungsfördernde und -hemmende Rahmenbedingungen:
Fördernde Bedingungen
- Große Anzahl von Sendern und Empfängern
- Hohes Transportvolumen Komplettladungen (TAG-Tool)
- Großer zeitlicher Dispositionsspielraum Transporte über größere Entfernungen (zur Verlagerung auf Schiene)
Hemmende Bedingungen
- Unvorteilhafte geografische Lage der Anlagen
- Vertragliche Restriktionen bei der Zuordnung von Sendern zu Empfängern
- Zu erfüllende Voraussetzungen für die Organisation von Schienentransporten
Verwertung der Ergebnisse:
Die bei OPTRANS erarbeiteten System-Konzepte wurden im Projekt direkt realisiert. Die zwei Lösungen (TAG-Tool und Intertour/Dispatch) sind bei den demonstrierenden Partnern DKR und AWM in der letzten Phase eingesetzt worden und haben sich auch in der Praxis bewährt. Ob die Partner die Anwendungen nach Projektende einsetzen möchten, steht noch nicht fest und wird spätestens Ende des 2. Quartals 2004 entschieden.
PTV und LOCOM sind Firmen, die direkt am Markt agieren und privat finanziert sind. Sie haben natürlich großes Interesse daran, die erarbeiteten Lösungen bei anderen Unternehmen der Entsorgungsbranche einzusetzen, wodurch eine Verwertung der Ergebnisse auch auf lange Sicht gewährleistet sein dürfte.
Übertragbarkeit der Lösung:
Die Übertragbarkeit der Ergebnisse zur Methodik einer quantitativen Umwelt-bewertung von Transporten ist gut, natürlich auch auf Branchen außerhalb der Abfallwirtschaft. Auch die IT-Lösungen sind auf Branchen außerhalb der Abfallwirtschaft übertragbar.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.