ETIENNE - Effiziente Transportketten in Entsorgungsnetzwerken modular und umweltgerecht gestalten
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Kreislaufwirtschaft
Fördervolumen:
Laufzeit:
Projektbetreuung:
Partner:
- Technische Universität Dresden, Fakultät
- Wirtschaftswissenschaften Universität Leipzig,
- Verkehrsbau/Verkehrssystemtechnik Kreiswerke Delitzsch GmbH (KWD)
- Mitteldeutsche Umwelt und Entsorgung GmbH (MUEG), Braunsbedra Acerplan
Planungsgesellschaft mbH,
- Halle DB Cargo AG, Bereich Baustoffe und Entsorgung, Leipzig
Aufgabe und Ziel:
Zielsetzung des Projektes ist es, Strategien und Konzepte sowohl zur Verkehrs-vermeidung in den Sammelverkehren als auch zur Verkehrsverlagerung in den Hauptläufen der entsorgungslogistischen Ketten zu erarbeiten. Daraus ergab sich die Forderung, sämtliche Transportleistungen im Bereich der Kreislauf- und Abfallwirtschaft unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten näher zu betrachten. Alle relevanten Wechselwirkungen zwischen Verkehr, Logistik und Umwelt mussten erfasst und beachtet werden.
Ergebnis:
Das zentrale Element der Projektarbeit in den Demonstrationsfeldern ist ein Verkehrsverlagerungsprojekt. Hierbei geht es um die gemeinsame Organisation und Durchführung der Siedlungsabfallentsorgung mehrerer sächsischer Landkreise. Dieses zeigt sich bspw. durch Kooperationen bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Abfallbehandlungsanlagen wobei eine durchgängige Prozesskette: Abfallerzeuger – Entsorger – Verwerter aufgebaut werden soll.
Da an diesem Projekt mehrere öffentlich rechtliche Entsorgungsträger beteiligt sind, gibt es erhebliche Abhängigkeiten von politischen Entscheidungsprozessen. Deshalb wurden mehrere Szenarien entwickelt, in denen verschiedene Transportalternativen konzipiert und auf ihre ökonomischen und ökologischen Wirkungen geprüft wurden.
Verkehrliche Wirkungen
In den verschiedenen Szenarien wurden alternativ Straßen- und Schienen-transporte sowie deren Systemzugänge an Quellen und Senken untersucht. Dabei wurden auch Maßnahmen zur Herstellung eines solchen Systemzuganges (z.B. Gleisanschluss) einbezogen.
Die verkehrliche Wirkung resultiert nicht aus einer Einsparung von Transporten, sondern lediglich aus deren Verlagerung auf andere Verkehrsträger. Durch den geplanten Ersatz des Straßentransportes durch den Verkehrsträger Schiene werden in den verschiedenen Szenarien minimal 4.600.000 tkm/Jahr und maximal 21.800.000 tkm/Jahr verlagert.
Durch die Reduzierung des Straßengüterverkehrs kommt es zu einer erheblichen Entlastung der Straßeninfrastruktur, insbesondere des Citydurchgangsverkehrs in der untersuchten Region.
Betriebliche Wirkungen
Wesentliche betriebliche Wirkungen liegen in der Befähigung der beteiligten Entsorgungsunternehmen zur Planung, Gestaltung und Steuerung durchgängiger entsorgungslogistischer Ketten und dem Aufbau von Logistikkompetenz zur Beeinflussung der Umweltleistung logistischer Prozesse. Im konkreten Fall handelt es sich hierbei um die Befähigung zum Einsatz des Verkehrsträgers Schiene in der Entsorgungslogistik.
Untersuchungsgegenstände sind: Kundenanforderungen, (entsorgungs)logistische Rahmenbedingungen sowie Konzepte zum Aufbau notwendiger Infrastruktur und Ressourcen.
Für die Fallstudie können zur Zeit keine belastbaren quantifizierbaren Kosten-aussagen getroffen werden, da Mengen, Standorte und Relationen sich noch verändern. Insgesamt wird die Lösung von kurzfristigen Kostenbetrachtungen und eine Sichtpunktverlagerung auf langfristige, wertorientierte Entscheidungsperspektiven forciert.
Damit soll es in diesem Projekt gelingen, kurzfristig auftretende Kostennachteile des Schienentransportes aufgrund erforderlicher Investitionen, gegebenenfalls höherer Transportkosten sowie systemimmanente Nachteile dieses Verkehrs-trägers als Hemmnisse einer Verkehrsverlagerung zu überwinden.
Sonstige Ergebnisse
Ein weiteres Ergebnis des Projektes ist der Aufbau eines integrierten Umweltmanagements bzw. Umweltcontrollings bei den Entsorgungsunternehmen.
Bei der ökologischen Bewertung entsorgungslogistischer Prozesse wird auf die jeweils zu erbringende Verkehrsleistung Bezug genommen. Das erstellte Konzept ermöglicht also eine Gegenüberstellung alternativer Transportketten zur Erfüllung bestimmter Transportaufgaben in der Abfallwirtschaft.
Aus Analysen der Umweltleistung können Ansatzpunkte für die logistische Planung und Steuerung aufgezeigt werden. Rahmenbedingungen wie die Infrastruktur-anbindung, die Standortplanung und vor allem die Integration der Transport-prozesse in vor- und nachgelagerte Prozesse an der Quelle bzw. Senke können so gezielt beeinflusst werden.
Jahr der Ersteinführung bzw. der vollständigen Wirksamkeit:
Zum Zeitpunkt der Ersteinführung bzw. der vollständigen Wirksamkeit sind zur Zeit noch keine konkreten Angaben möglich. Jedoch wird im Demonstrationsfeld KWD an der Umsetzung einiger der vorgeschlagenen Maßnahmen zum 1.6.2005 (Inkrafttreten des Verbots der Ablagerung unbehandelter Abfälle (vgl. TASi) gearbeitet.
Umsetzungsfördernde und -hemmende Rahmenbedingungen:
Neben der Abhängigkeit von politischen Entscheidungen hat der Infrastruktur-ausbau im Entsorgungsgebiet wesentlichen Einfluss auf Verkehrsverlagerungs-projekte. Weitere Risiken sind in der Entwicklung von Transportkosten und -preisen sowie in den Wirkungen der TASi-Umsetzung 2005 zu sehen.
Betriebliche Hemmnisse wie etwa eine unzureichende Logistikkompetenz zur Integration von Bahn/Binnenschiff in entsorgungslogistische Ketten sollen durch die Projektergebnisse überwunden werden.
Verwertung der Ergebnisse:
Die Projektergebnisse wurden bzw. werden im Zuge der Erstellung und Umsetzung des Sollkonzeptes bei den Praxispartnern zu Zwecken der Prüfung auf ihre Anwendbarkeit, Wirkung und ihren Nutzen direkt umgesetzt. Dabei erfahren die Praxispartner einen direkten Zufluss von Prozess-, Planungs-, Dispositions- und Umweltmanagement-Know-how.
Die Ergebnisse fließen durch eine gezielte Rückkopplung wieder in die Forschung und Konzeption zurück. Das daraus entwickelte Referenzmodell des ökologie-orientierten und effizienten Entsorgungsunternehmens soll Unternehmen der Entsorgungsbranche in Zukunft als Leitbild zur umwelt- und marktorientierten Umgestaltung ihrer Prozesse, Strukturen, Technologien und Ressourcen dienen.
Übertragbarkeit der Lösung:
Das entwickelte Referenzmodell wird einen wichtigen Beitrag zur strukturierten und umfassenden Forschung auf dem Gebiet der Entsorgungslogistik leisten. In Anknüpfung an bisherige Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich wird erstmals die Logistik von Entsorgungsunternehmen in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Damit werden den in der Abfallwirtschaft tätigen Unternehmen Konzepte und Methoden zum Aufbau von Logistikkompetenz und zur Ausgestaltung des Logistikmanagements zur Verfügung gestellt.
Diese können beispielsweise in Fragen zur Systemgestaltung in der Entsorgung, zur strategischen Positionierung von Entsorgungsunternehmen oder zur weiterführenden Prozessintegration in der Abfallwirtschaft eingesetzt werden.
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.