Abschlussveranstaltung "ISETEC II"

Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailDaniela Wirtz

 

Neue Kollegen gesucht

Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht 
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Opens window for sending emailSabine Blank.

 

Allgemeine Information

Der PT MVt ist organisiert im
Öffnet externen Link in neuem FensterPT - Netzwerk.

EMIOPT - Emissionsminimierung durch Transportoptimierung von Gefahrgütern unter Zuhilfenahme innovativer IT-Technologie

Ministerium: BMWI

Förderprogramm: Mobilität und Verkehr

Förderschwerpunkt: Kreislaufwirtschaft

Fördervolumen:

Laufzeit: 01.05.2001 - 31.12.2003

Projektbetreuung:
Ulrich Pieper
Tel.: 030/351 99 680
G.Ö.K. Consulting GmbH, Berlin
Am Schlangengraben 20
13353 Berlin
ulrich.pieper[at]goek-consulting.de
www.goek-consulting.de

Partner:
Ansprechpartner

GÖK Consulting GmbH
Matthias Wiemann
Am Schlangengraben 20
13353 Berlin
Tel.: 030/35199680
matthias.wiemann[at]goek-consulting.de
www.goek-consulting.de

Q-Soft AG
Michael Gernandt
Heinrich-Credner-Straße 5
99087 Erfurt
Tel.: 0361/778510
MGernandt[at]Q-Soft.de
www.q-soft.de
 
KEG Sonderabfallentsorgungsgesellschaft mbH
(hat leider das Geschäft während der Projektlaufzeit an einen Wettbewerber verkauft)

Aufgabe und Ziel:
Das Projekt EMIOPT hat sich zum Ziel gesetzt, die vorhandenen Transporte für Gefahrgüter in der Entsorgungslogistik durch den Einsatz innovativer Informationstechnologien zu optimieren. Wesentlicher Ansatzpunkt des Projektes ist die Entwicklung geeigneter innovativer Logistikkonzepte und die Schaffung einer informationstechnischen Unterstützung hierfür.

Das besondere Augenmerk liegt im Projekt EMIOPT auf der unternehmens-übergreifenden Betrachtung der gesamten Prozessketten zur Gefahrstoffver- und
-entsorgung. Dieser prozessorientierte Ansatz erlaubt es nicht nur lokale Optimierungspotentiale zu identifizieren, sondern auch Synergieeffekte zwischen allen Teilnehmern Gefahrgutlieferant, Verbraucher und Abfallerzeuger, Logistik- und Entsorgungsdienstleister zu erkennen.

 

Ergebnis:
Auf der Basis der Analyse der Gefahrstoffver- und -entsorgungsprozessketten wurde eine Vielzahl von Logistikkonzepten entwickelt und hinsichtlich ihrer Relevanz für die Sonderabfallentsorgung und Gefahrstoffversorgung bewertet. Hieraus wurde ein Baukasten von Logistiklösungen erarbeitet, der alle Bereiche der Prozesskette beinhaltet. Die als zielführend indentifizierten Konzeptbausteine waren Basis für die Erarbeitung von Lastenheften zur Softwareentwicklung. Auch bei der Programmierung wurde die prozessorientierte und modulare Vorgehensweise konsequent beibehalten.

Erfolgsfaktor für eine nachhaltige und umfassende Transportoptimierung ist, dass nicht allein im Bereich der Transportdisposition Optimierungsstrategien eingesetzt werden, sondern, dass beginnend bei der Stammdatenpflege über Auftrags-annahme bis zum Auftragsabschluss der Prozess optimal unterstützt wird und die innovativen Logistikkonzepte berücksichtigt werden. Dies führt dazu, dass die Transportoptimierung voll in den gesamten operativen Bearbeitungsprozess integriert ist und prozessübergreifende Optimierungspotentiale erschlossen werden können.

Wesentlich für die spätere Verwertbarkeit der Projektergebnisse war die weitgehende Integration der Forschungsergebnisse in eine bestehende Standardsoftware für das Entsorgungsmanagement, die durch den Projektpartner Q-Soft bereitgestellt wurde. Dadurch konnte eine hohe Praxisnähe und die erfolgreiche Verwertung des entwickelten Produktes nach Projektabschluss vorbereitet werden.

Wie wichtig es ist, den Einsatz innovativer Informationstechnologie mit einem Reengineering der Unternehmensprozesse zu verbinden hat sich im Projekt EMIOPT deutlich gezeigt. Bereits in der Phase der Vorbereitung des Pilotunternehmens auf die Softwareeinführung konnten eine deutliche Effizienzsteigerung festgestellt werden.

Folgende wesentlichen Maßnahmen haben zu diesem Ergebnis geführt:
 - Optimierung der Kundenrelationen
 - optimiertes Behälterhandling und Behälterstandardisierung
 - Prozessorientierung und Prozesstransparenz 
 - Zielorientierung und Leistungscontrolling
 - verbesserte manuelle Tourenplanung
 - Änderungsmanagement
 - verbesserte Rampenlogistik an Umschlagpunkten

Durch die Erhöhung des Auslastungsgrades konnte die spezifische Transport-leistung deutlich reduziert werden. Auch absolut wurde eine Einsparung an Transportstrecke erzielt, die aufs Jahr bezogen bei ca. 110.000 km lag. Prozentual entspricht dies einer Abnahme der Transportstrecke um 19 % bei gleichzeitig gestiegener Transportleistung und erhöhter Wirtschaftlichkeit.

Die vorgesehene Einführung der Software beim Pilotunternehmen konnte leider nicht wie geplant erfolgen, da das Geschäft der KEG Sonderabfallentsorgung GmbH an einen Wettbewerber verkauft wurde. Es wurde jedoch mit der RhenusEonova GmbH ein Logistikdienstleister gewonnen, der ebenfalls in der Gefahrstoff-versorgung und Sonderabfallentsorgung aktiv ist. In diesem Unternehmen konnte die Funktionsfähigkeit der entwickelten Software in der Praxis erprobt werden.