ELZ - Kopplung von Ver- und Entsorgung durch Nutzung einer entsorgungslogistischen Zelle
Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Kreislaufwirtschaft
Fördervolumen:
Laufzeit:
Projektbetreuung:
Partner:
Ansprechpartner
SINGULA Gesellschaft für Systemtechnik mbH, Schwerte
Dr. Hubert Otten
Tel.: 0231/9743-357
Fax: 0231/9743-451
otten@singula.de
www.singula.de
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund
Thomas Meise
Tel.: 0231/9743-381
Fax: 0231/9743-77-381
tmeise(at)iml.fhg.de
www.iml.fhg.de
ABX LOGISTICS Deutschland GmbH, Duisburg
Rainer Krebs
Tel.: 0203/606 7285
Fax: 0203/606 7633
Rainer.Krebs(at)abxlogistics.de
www.abx-logistics.de
RWE Umwelt Services Berlin Brandenburg GmbH, Berlin
Dr. Helmut Zielinski
Tel.: 030/55 177-174
Fax: 030/55 177-100
helmut.zielinski(at)rweumwelt.com
www.rweumwelt.com
Aufgabe und Ziel:
Die Projektpartner SINGULA GmbH, das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik, ABX LOGISTICS Deutschland GmbH und die RWE Umwelt Service Berlin/Brandenburg GmbH entwickeln derzeit ein Konzept, dass durch die Kopplung von Ver- und Entsorgungsverkehren neue Potenziale für die innerstädtische Speditionslogistik erschließt. Hieraus resultieren im weiteren Kosteneinsparungen für die Prozessbeteiligten, die im Rahmen von Preisnachlässen an Endkunden weitergegeben werden können sowie eine Entlastung des Verkehrsträgers Straße, die insbesondere in den Innenstädten seit Jahren gefordert wird.
Die derzeit in Deutschland etablierten und mit viel Euphorie gestarteten Güterverkehrszentren (GVZ) und die daran angeschlossenen City- oder Stadtlogistikkonzepte stagnieren oder sind gescheitert. Als grundlegende Ursachen hierfür sind zwei Faktoren entscheidend: Zum einen sind die Erwartungen, die in Zusammenhang mit dem GVZ-Masterplan von Seiten der Deutsche Bahn AG versprochen wurden, in keiner Weise realisiert. Zum anderen sind die Mengenströme sicherlich auch als Folge der nicht existierenden Verbindungs-verkehre zwischen den GVZ-Standorten über die Schiene zu gering, um effiziente City- oder Stadtlogistiksysteme zu etablieren. Für viele Speditionen ist es daher wirtschaftlich nicht interessant, die City- oder Stadtlogistik zu nutzen. Außerdem sind im derzeitigen Wettbewerb die beteiligten Akteure kaum bereit auch nur einen geringen Anteil ihrer Stückgutmengen abzutreten. Diese Ausgangssituation erfordert neue logistische Ideen, um
(a) den sinnvollen Ansatz der City- und Stadtlogistik nicht endgültig zu verlieren und
(b) andere Kooperationsformen zur Reduzierung von Verkehren in Ballungsräumen zu etablieren.
Bei einer Untersuchung aktueller City-Logistik-Projekte wurde festgestellt, dass aufgrund der überwiegend in Erscheinung tretenden Rundtouren ohne Rückfracht im Innenstadtbereich, also reine Verteilfahrten ohne oder mit nur wenigen Sammelvorgängen der Auslastungsgrad der eingesetzten Fahrzeuge weit unter 50% liegt. Der mittlere Auslastungsgrad der Fahrzeuge liegt im gewerblichen Straßengüternahverkehr (bis 50 km Entfernung) bei 50%, für den Werknahverkehr (WNV) hingegen nur bei 35%. Insbesondere bei Beladetouren (Sammeltouren) werden schlechte Auslastungsgrade erzielt.
Der Handlungsbedarf ist somit, die Erhöhung des Auslastungsgrades und damit eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens durch Kopplung von Entlade- und Beladetouren zu erreichen. Gewichts- und Volumenpotenziale sind, wie o.b., vorhanden. Als rückzuführende Güter bieten sich Abfälle an, hier insbesondere aus transportrechtlichen Gründen Verpackungsabfälle (nicht überwachungsbedürftige Abfälle), da sie neue Materialströme repräsentieren, die bisher von Stückgutspediteuren nicht transportiert wurden.
Innovativer Ansatzpunkt des Projektes ist es, die Versorgungsverkehre der Speditionen zu nutzen, um auf dem Rückweg bei Handel- und Dienstleistungs-unternehmen anfallende Verpackungsmaterialen zurückzutransportieren und damit zu einer spürbaren Verkehrsvermeidung in der Kreislaufwirtschaft beizutragen. Durchschnittlich 5% der durch Speditionen in Ballungsgebiete gelieferten Warenmengen sind Transportverpackungen (Papier, Pappe, Kartonagen, Folien, Styropor etc.), die anschließend entsorgt werden müssen. Bisher wurden diese Abfälle von einem oder mehreren Entsorgungsunternehmen direkt, in einem von der Versorgung getrennten Entsorgungssystem, auf Abruf oder in vordefinierten Abholzyklen entsorgt.
Ziel dieses Projektes ist es, in einem integrierten System die Ver- und Entsorgungsverkehre zu koppeln. Durch die Nutzung der erheblichen freien Volumina von Speditionen bei Beladetouren können die derzeit erforderlichen Anfahrten von Entsorgungsunternehmen erheblich reduziert werden. Insbesondere Verpackungsabfälle sind hinsichtlich Art, Menge und Handling mittels definierter und in vielen Fällen ohnehin vorhandener Ladehilfsmittel hiefür besonders geeignet. Neben einer intelligenten Aufbau- und Prozessorganisation sowie Koordination und Abstimmung der Transporte kommt hierbei der neu zu schaffenden Schnittstelle besondere Bedeutung zu. Aufgrund der erforderlichen Flexibilität hinsichtlich Durchsatz und Standort erhielt sie den Namen "Entsorgungslogistische Zelle (ELZ)". In einem Pilotprojekt ab Mai 2003 wird die erste ELZ auf dem Gelände der ABX LOGISTICS Niederlassung Berlin ihren Betrieb aufnehmen.
Ergebnis:
Namensänderung
Zu Beginn des Jahres 2010 hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Projektträger Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen heißt nun Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien. Die vollständige Adresse lautet:
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Zentralbereich Forschungsmanagement
Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien
Am Grauen Stein 33
51105 Köln
Wir bitten Sie dies bei Ihrer Korrespondenz mit unserem Haus zu berücksichtigen.
Vielen Dank.
PAST – Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau Präsentation der ersten Ergebnisse eines BMWI Verbundprojektes
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Damit nimmt auch das Risiko von Staus und Kapazitätsengpässen auf den Straßen weiter zu – besonders in dicht besiedelten Gebieten. Dies zehrt nicht nur an Nerv und Gesundheit der Menschen, sondern auch an der Substanz der wertvollen Infrastruktur. Dort treten trotz ständig verbesserter Materialien in immer kürzeren Abständen Probleme bei der Nutzungsdauer der Straßenbeläge durch qualitätsbe-einflussende Schwachstellen, welche Baustellen und unproduktive Wartezeiten verursachen, auf. Inzwischen ist ein Stand erreicht, bei dem weiter steigende Leistungs- und Qualitätsan-forderungen nur noch durch Anwendung wissenschaftlich gesicherter Optimierungs-methoden wirksam erfüllt werden können... weiterlesen
Förderinitiative "Climate-Friendly Freight Network" gestartet
Nationale Programme aus vier europäischen Staaten haben ihr gemeinsames Förderinteresse in der Initiative „Climate Friendly Freight Network“ bekannt gegeben:
- Förderstaaten: Deutschland, Frankreich, Schweden und Österreich
- Zeitachse: Anträge können jederzeit eingereicht werden
- Laufzeit der Projekte (empfohlen): Zwischen 18 und 36 Monaten
- Fördervolumen: Kontaktieren Sie bitte die im Bewerberleitfaden genannten Ansprechpartner
Weiterführende Informationen:
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Die Bundesregierung hat am 19.08.2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen. An der Erarbeitung des Planes waren das
BMWi, BMVBS, BMU und BMBF beteiligt. Der Plan legt Maßnahmen fest, mit denen in den nächsten zehn Jahren weitere Fortschritte bei der Batterietechnologie, der Netzintegration sowie bei der Marktvorbereitung und - einführung von Elektrofahrzeugen erreicht werden sollen.
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität
Elektromobilität – Förderprogramm Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Die Bundesregierung hat am 14. Januar 2009 im Rahmen des Konjunkturpakets II die Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität beschlossen.
Sie stellt dafür im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 500 Mio. Euro für zusätzliche Investitionen und FuE-Maßnahmen zur Verfügung.
Im Vordergrund steht dabei das Thema "Elektromobilität".
Weiterführende Informationen:
Webseite des BMWi
Förderbekanntmachung
Neue Mitarbeiter gesucht
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht regelmäßig studentische Aushilfskräfte aus den Bereichen Informatik, Medientechnik, Verkehrswissenschaften, Geographie und Wirtschaftswissenschaften. Mögliche Aufgabenbereiche: EDV-Administration, Web-Design sowie administrative und fachliche Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an Sabine Blank.
