
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.

Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Freizeitverkehr
Fördervolumen: 1.210.000 €
Laufzeit: 01.10.2000 - 30.09.2003
Projektbetreuung:
Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn
Partner:
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn
Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung, Universität Dortmund
Universität Dortmund
Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung
Fakultät Raumplanung
44221 Dortmund
Aufgabe und Ziel:
Die Freizeitmobilität älterer Menschen wird aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Zukunft in ihrer Bedeutung erheblich zunehmen. Da ältere Menschen zunehmend über Führerschein und Pkw verfügen, ist dabei mit einer stark zunehmenden Pkw-Nutzung zu rechnen. Gleichzeitig ist mit dem "Hineinwachsen" jüngerer Lebensstile in die ältere Bevölkerung von einer erheblichen Differenzierung der Freizeit- und Mobilitätsnachfrage auszugehen, insbesondere unter "Jungen Alten". Dennoch sind bei (einigen) Älteren in erheblichem Maß Einschränkungen der Mobilität festzustellen, die mit einem Mangel an Beteiligung am öffentlichen Leben sowie Einbußen an Lebensqualität verbunden sind.
Ziel des Projekts FRAME war die Entwicklung umwelt- und sozialverträglicher sowie wirtschaftlich tragfähiger Mobilitätsangebote für Freizeitaktivitäten älterer Menschen. Eine wichtige Leitfrage war, welche Formen von Verkehr von Älteren in ihrer Freizeit wahrgenommen, präferiert und genutzt werden. Welche Gründe stehen beispielsweise der ÖPNV-Nutzung entgegen, welche nutzerspezifischen Angebote fehlen? Wird die Freizeit eher kleinräumlich in der Wohnumgebung verbracht, oder sind heutige ältere Menschen "hypermobil" und immer auf Achse? Wie werden unterschiedliche Verkehrsmittel bewertet? Welche Einflussgrößen steuern die Nachfrage nach Freizeitmobilität? Trägt der Pkw zur Zufriedenheit und zur Mobilität bei?
Das Projekt basierte im Wesentlichen auf drei Bausteinen:
(1) bundesweite Recherche planerischer Strategien für den Freizeitverkehr sowie der Berücksichtigung der Belange älterer Menschen in der Raum- und Verkehrsplanung sowie in der kommunalen und regionalen Politik;
(2) Analyse infrastruktureller Rahmenbedingungen, insbesondere ÖV-Angebote und Freizeitangebote in der Untersuchungsregion sowie im unmittelbaren Wohnumfeld;
(3) Haushaltsbefragung als Kernbestandteil der Erhebungen. Als Untersuchungs-räume dienten die Region Bonn sowie ein Teilgebiet der Eifel. Damit ließ sich insbesondere zwischen Kernstadt, suburbanem und ländlichem Raum differenzieren, aber auch innerhalb der jeweiligen Räume ließ die Größe der Stichprobe (n=4.500) eine feinkörnige Differenzierung zu.
Ergebnis:
Im Projekt wurden Vorschläge zur Problemlösung erarbeitet, die unter Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Ansprüche (Nachhaltigkeit) den differenzierten Bedürfnissen älterer Menschen nach Freizeitmobilität gerecht werden sollen. Zugunsten einer praxisnahen, umsetzungsorientierten Vorgehensweise wurde in die Problemlösungsansätze neben der Perspektive der (potenziellen) Nutzer auch die Sicht der Anbieter von Freizeiteinrichtungen und der Verkehrsanbieter einbezogen. Zum Einen wurden die Vorschläge in einem Workshop an der Universität Bonn evaluiert, zum Anderen stand das Projektteam im losen Austausch mit verschiedenen Experten aus Planung und Verwaltung.
Veröffentlichung:
Rudinger, G. / Holz-Rau, C. / Grotz, R. (Hg.): Freizeitmobilität älterer Menschen. Dortmunder Beiträge zur Raumplanung: Verkehr 4. Dortmund: Universität.