
Die Abschlussveranstaltung der Förderbekanntmachung „Innovative Seehafentechnologien II - ISETEC II“ wird am 4. und 5. Juni 2012 im Konferenzzentrum des BMWi in Berlin stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die Ergebnispräsentationen der Förderprojekte.
Ansprechpartnerin:
Daniela Wirtz
Der Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien sucht
kaufmännische Mitarbeiter für die administrative Unterstützung der Projektarbeit. Interesse? Bitte richten Sie eine Kurzbewerbung an
Sabine Blank.
Der PT MVt ist organisiert im
PT - Netzwerk.

Ministerium: BMWI
Förderprogramm: Mobilität und Verkehr
Förderschwerpunkt: Freizeitverkehr
Fördervolumen: 2.311.000 €
Laufzeit: 01.03.2000 - 31.12.2003
Projektbetreuung:
Institut für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung e.V.
Kreuzäckerstraße 15
74081 Heilbronn
Tel.: 07131/5 82 42-0
Fax: 07131/5 82 42-22
www.ivt-verkehrsforschung.de
Partner:
SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH
Hessbrühlstrasse 21 c
70565 Stuttgart
www.ssp-consult.de
Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV)
Sitz Halle
Geschäftsstelle Leipzig
Karl-Liebknecht-Straße 8
04107 Leipzig
www.mdv-info.de
ISUP Ingenieurbüro
für Systemberatung und Planung GmbH
Leipziger Straße 120
01127 Dresden
www.isup.de
mensch verkehr umwelt
Institut für Angewandte Psychologie
Thalkirchner Str. 76
80337 München
www.mensch-verkehr-umwelt.de
Aufgabe und Ziel:
Im Süden von Leipzig entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus der Cospudener See. 450 Hektar groß und 60 Meter tief bietet er seit Sommer 2000 eine riesige Palette an Freizeitmöglichkeiten: Wandern, Schwimmen, Tauchen, Segeln, Bootsausflüge und vieles mehr. Eine Forschergruppe aus sechs Institutionen untersucht, welche Personengruppen den See in ihrer Freizeit nutzen und wie sie z.B. anreisen. Hintergrund der Studie, die in ähnlicher Form auch für die im nächsten Jahr stattfindende Landesgartenschau in Ostfildern durchgeführt wird, ist die Frage nach dem individuellen Mobilitätsverhalten und ob dieses vorhersagbar ist oder sogar optimiert und beeinflusst werden kann. Für diese Untersuchung sind aus dem breiten Spektrum von Freizeitaktivitäten insbesondere die Alltags- sowie die Erlebnisfreizeit geeignet. Hinzu kommt, dass ein hoher Anteil des gesamten Freizeitverkehrs auf diese beiden Erscheinungsformen zurückzuführen ist.
Eine nachhaltige Nutzung und Planung für den Cospudener See und andere Freizeitangebote stehen bei der Analyse im Vordergrund. Denn ein überlaufener Ort ist weder für Besucher oder Anwohner noch für die Natur besonders günstig. Eine von der Bevölkerung nicht akzeptierte und genutzte Freizeitstätte vergibt andererseits Chancen für den örtlichen Tourismus. Die Forschungsergebnisse sollen daher den Planern von Verkehrsinfrastruktur, Anbietern von Mobilitätsleistungen, Betreibern von Freizeiteinrichtungen und Gestaltern des politischen Rahmens zugute kommen. Sie sollen zudem als Grundlage für sinnvolle Veränderungen dienen, die Vorteile sowohl für die Besucher und Betreiber als auch für die Anwohner bieten.
Eine erste, groß angelegte Besucherzählung und -befragung am Cospudener See wurde in den Sommermonaten 2000 durchgeführt. Im Sommer 2001 folgte eine Haushaltsbefragung. Weitere Erhebungen in den Jahren 2002 und 2003 werden die Studie später abrunden.
Erste Ergebnisse zeigen z.B. die große Akzeptanz des Sees bei Besuchern zwischen 18 und 45 Jahren, die fast 60% der Besucher ausmachen. 73% aller Befragten gab an, dass sie den See nicht zum ersten Mal besuchen. Das Sport- und Freizeitangebot scheint aber offensichtlich ältere Menschen nicht so sehr anzusprechen:
Nur vier Prozent aller Besucher des Sees waren im Sommer 2000 älter als 64 Jahre.
Warum und woher sich die Besucher auf den Weg zum See machen, beantwortet die Studie ebenso, wie die Fragen nach dem Verkehrsmittel oder der Aufenthaltsdauer. Die Forscher belegen darüber hinaus z.B. auch die von Besuchern geparkten Autos in nahe gelegenen Wohngebieten und den damit verbundenen Ärger für die Anwohner sowie ungenutzte Busverbindungen oder schlechte Radstellplätze mit Zahlen und Fakten. Aus diesen Daten entstehen Prognosen für den Besucherandrang - beispielsweise in den Sommerferien - und Lösungsstrategien für eine bessere Freizeitnutzung und -planung rund um den Cospudener See und andere Naherholungsgebiete.
Ergebnis:
Ergebnisse zum Projekt "ALERT" können hier eingesehen und heruntergeladen werden.